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zu durchschreiten waren, unter dem Scitenfcuer der Artillerie,und drei Thore, die nach der Art des Zeitalters auf's stärkstebefestigt waren, nach einander genommen werden mußten.
Aus einem Lande kommend, welches durch äußern Krieg so wiedurch innere Fehden verwüstet war — einem Lande überdies, dessenunebcnebergigeOberfläche, reich an Abgründen und Sturzbächen,somancherlei Gelegenheitzur Befestigung darbietct, war der jungeDurward zwar genügend bekannt mit den verschiedenen Erfin-dungen, wodurch die Menschen in jener finstern, ernsten Zeitihre Wohnungen zu schützen suchten; aber dennoch gestand eroffen seinem Begleiter, er habe nicht gedacht, daß die Kunstfähig sei, so viel zur Bcrtheidigung zu thun, wo die Natur sowenig gethan hätte. Denn die Situation, wie wir bereits an-denteten, war nur der Gipfel einer sanften Anhöhe, die sichvon dem Ort aus erhob, wo fie standen.
Um sein Erstaunen zu erhöhen, sagte sein Begleiter, daßdie Umgebungen des Schlosses mit alleiniger Ausnahme desgewundenen Pfades, auf welchem man sicher dem Eingängenahen könne, gleich dem Gehölz, durch welches fie gekommenwaren, mit aller Art von versteckten Fallgruben, Schlingenund Fußangeln erfüllt wären, um den Unglücklichen zu fangen,der es wagen sollte, ohne Führer hiehcr zu gehen; daß aufden Mauern gewisse eiserne Behältnisse angebracht waren,Schwalbennester genannt, von wo die Schildwachen, welchedort regelmäßig postirt wurden, sich ohne alle eigne Gefahreinen Jeden zum Ziele nehmen konnte, der cs wagte, ohnedas besondere Zeichen oder für jeden Tag bestimmte Losungs-wort, hereindringcn zu wollen; und daß die Bogenschützen derköniglichen Leibwache diesen Dienst Tag und Nacht zu versehenpflegten, wofür fie hohe Löhnung, reiche Kleidung, und vielEhre und Vortheil aus den Händen des Königs Ludwig em-