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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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blinden Menschen befällt. Die andern Gebäude schienen kaumbesser für Bequemlichkeit eingerichtet zu sein, denn ihre Fensteröffneten sich auf einen innern umschlossenen Hofraum, so daßdie ganze äußere Fronte mehr wie ein Gefängniß als wie einPalast aussah. Der jetzt regierende König hatte diese Wir-kung noch erhöht, denn da er wünschte, daß diese Zusätze, dieer selbst zu den Fortificaiionen machte, ein Ansehen habensollten, welches sie nicht leicht von den ursprünglichen Gebäu-den unterscheide» ließe, (denn, gleich vielen eifersüchtigen Per-sonen wollte er nicht, daß man seinen Verdacht bemerke,) warendazu die dunkelfarbigsten Steine angewandt und so mit demMörtel verrieben worden, daß das ganze Schloß das gleich-förmige Ansehen eines hohen und rohen Alterthums hatte.

Dieser furchtbare Ort hatte nur einen Eingang, wenigstenssähe Durward an der geräumigen Nordseite keinen, außer wo,in der Mitte der ersten und äußern Umgebung, zwei hohe, festeThürme emporragten, die gewöhnlichen Vertheidigungen einesThores; und er konnte das Zubehör desselben, Fallgatter undZugbrücke bemerken, wovon das elftere niedergelassen, die letz-tere aber aufgezogen war. Aehnliche Eingangsthüren warenauch an der zweiten und dritten Einschließung sichtbar, abernicht in derselben Linie mit denen der äußersten Umschließung,denn der Weg ging nicht gerade durch alle drei Mauern, son-dern der Eintretende mußte etwa dreißig Ellen zwischen derersten und zweiten Mauer hingehen, auögesetzt, wenn er infeindlicher Absicht kam, den Geschoßen von beiden; war er als-dann auch durch die zweite Mauer gekommen, so mußte ereine zweite Abweichung von der direkten Linie machen, um zumThore der dritten und innersten Mauer zu gelangen; so daßalso, che der äußere Hof zu erreichen war, welcher der Frontedes Gebäudes entlang lief, zwei enge und gefährliche Desileen