Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
72
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wertete sein Führer;und, kasgues-llieu! es ist ein Unterschied,vbJhr in dieser Region oder an Euren Heidehügeln wandelt. JedeElle dieses Bodens, mit Ausnahme des Pfades, auf dem wir hiergehen, ist gefährd oll und fast ungangbar gemacht worden, undzwar durch Schlingen und Fußangeln, mit Sichelklingen «er-sehn, die dem unvorsichtigen Wanderer die Beine so flink ab-schneiden können, wie eine Gartenscheere die Auswüchse einerHecke wegschneidet; auch Eisen sind da, die den Fuß Euch durch-stechen würden, und Gruben, tief genug, um Euch für immerzu begraben; denn Ihr seid nun in den Umgebungen des könig-lichen Schlosses, dessen Fronte wir sogleich erblicken werden."

War' ich der König von Frankreich," sagte der junge Mann,ich würde mir nicht so vielMühe mit Schlingen und Fußangelnmachen, sondern ich würde statt dessen so gut zu regieren suchen, daßNiemand wagen sollte, meiner Wohnung mit schlechtem Vorsatzezu nahen; und was die anlangt, die friedlich und arglos hieherkämen, ei, je mehr deren kämen, desto besser sollte mir's dünken."

Sein Begleiter schaute sich mit unruhigem Blicke um undsagte:Still, still, Sir Schelm mit der Sammettasche! Ichvergaß Euch zu sagen, daß eine der größten Gefahren in die-sen Gehegen die ist, daß selbst die Blätter auf den Bäumen wieeben so viel Ohren sind, die alles, was hier gesprochen wird,zu des Königs eigenem Cabinet tragen."

Das kümmert mich wenig," antwortete Quentin Durward;Ich trage eine schottische Zunge im Munde, kühn genug, meineMeinung dem König Ludwig, Gott segne ihn, in's Gesicht zusagen, und, was die Ohren betrifft, von denen Ihr sprecht,wenn ich diese an einem menschlichen Kopf sitzen sähe, so wollt'ich sie wohl mit meinem Waidmeffer abschneiden.