Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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pich vom sanftesten und frischesten Grün überklcidet war, welches,vor de» sengenden Sonnenstrahlen geschirmt, hier viel schöner zugedeihen schien, als man es sonst in Frankreich zu sehen pflegt.DieBäume, die an dieser abgeschiedenen Stelle meist aus Buchenund Ulmen von ungeheurer Größe bestanden, erhoben sich gleichgroßen Laubhügcln in die Luft. Mitten unter diesen prächtigenSöhnen der Erde streckte sich auch, an der offensten Stelle derWaldlichtung, eine kleine Kapelle empor, in deren Nähe ein Bäch-lein dahinrieselte. Ihre Bauart war von der rohesten und ein-fachsten Art, und daneben befand sich eine niedere Wohnung zurAufnahme des Eremiten oder einsamen Priesters, der dortweilte, um regelmäßig die Pflichten des Altars zu versehen.In einer kleinen Nische über dem bogenförmigen Eingang standein steinernes Bild des Sankt Hubertus, mit dem Jagdhorn,das ihm um den Hals hing, und ein Nudel Windhunde zu sei-nenFüßen. DieLage der Kapelle mitten in einem Jagdgehege,das so reichlich mit Wild versehen war, machte die Widmungderselben für den heiligen Jäger besonders paffend.

Gegen dieses kleine geweihte Gebäude lenkte der alte Mannseine Schritte; ihm folgte der junge Durward nach, und als siesich näherten, erschien der Priester, mit der Amtstracht angethanund eben im Begriff sich aus seiner Behausung nach der Kapelle,wahrscheinlich der heiligen Amtsverrichtung wegen, zu begeben.Durward verbeugte sich ehrerbietig vor dem Priester, wie esdie 'Achtung, die seinem heiligen Amte gebührte, wohl erfor-derte, während sein Begleiter mit scheinbar noch tieferer Ehr-furcht auf ein Knie niedcrsank, um den Segen des heiligenMannes zu empfangen, und ihm dann in das Heiligthumfolgte, mit einem Schritt, und auf solche Art, die die innigsteZerknirschung und Demuth anzudeuten schien.

Das Innere der Kapelle war auf eine Weise geschmückt, die