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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
68
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Seit ich hier in Frankreich und in Flandern bin, nennen mich dieLeute, nach ihrer Art, den Schuft mit der Sammettasche, weil ichdiesen Falkenbeutel an der Seite trage. Mein wahrer Namedaheim ist Quentin Durward.

Durward!" sagte der Frager;ist cs ein edler Name?"

Seit fünfzehn Ahnen ist er in unserer Familie," sagteder junge Mann; und daher kommt eben mein Widerwillegegen jedes andre Geschäft als das der Waffen."

Ein achter Schotte! Viel Blut und Stolz, und bedeuten-der Mangel an Dukaten, darauf wett' ich Gut, Gevatter,"sagte er zum Gefährten,geh voraus, und laß uns ein Früh-stück besorgen, an jener Maulbeerpflanzung; der junge Mannhier wird ihm gewiß ebensoviel Ehre widerfahren lassen, alseine verhungerte Maus dem Käse einer guten Hausfrau. Undwas den Böhmen betrifft so höre wohl"

Sein Gefährte antwortete mit einem düstern, doch bedeuten-den Lächeln, und schritt dann auf einen runden Platz hin, wäh-rend der ältere Mann sein Gespräch mit dem jungen Durwaidfortsetzte:Ihr und ich wollen zusammengchen, auf unsermWege durch den Wald können wir zugleich in St. Hubert'sKapelle eine Messe hören, denn es ist nicht gut an unser Fleisch-liches zu denken, so lange dem Geistlichen nicht genügt ward."

Durwacd hatte als guter Katholik nichts dagegen einzu-wenden, wenn er auch jedenfalls wünschte, erst seine Kleiderzu trocknen und sich zu erquicken. Jndeß verlor man den Ge-fährten mit zu Boden gesenktem Blicke bald aus den Augen,setzte jedoch selber den nämlichen Weg fort, den jener cinge-schlagen hatte, bis man auf diesem zu einem Wald mit hohenBäumen, untermischt mit Dickicht und Gebüsch, gelangte, dervon langen Alleen durchschnitten war, durch welche man inder Ferne kleine Heerden von Wild mit einer Sicherheit um-