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6 (1851) Quentin Durward
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gen Abenteurers harmonirte. Aber die nämlichen gesunkenen Au-gen , die unter dem Schatten dichter schwarzer Augenbrauen hcr-vorsahen, hatten auch etwas Gebieterisches und Zweideutiges.Vielleicht wurde diese Wirkung noch durch eine niedrigePelzmützeverstärkt, die tief in die Stirn gedrückt war, und so den Schattenverstärkte, unter welchem die Augen hervorblitzten; doch sovielist gewiß, der junge Fremde fand einige Schwierigkeit, diese Blickemit dem Unscheinbaren seines Aeußern in anderer Hinsicht in Ein-klang zu bringen. Seine Mütze besonders, an welcher alle nureinigermaßen bedeutende Leute Gold- oder Silberverzierungzeigten, war bloß mit einem schlechten Bilde der Jungfrau ausBlei geziert, wie es die ärmern Pilger von Loretto bringen.

Sein Begleiter war ein starkgebauter Mann von mittlerGröße, über zehn Jahr jünger als sein Gefährte, mit einem immerzu Boden schauenden Gesicht, und einem nichts Gutes weissagen-den Lächeln, wenn er ja einmal diesem Antriebe nachgab, was üb-rigens nie geschah, außer als Antwort auf gewisse geheime Zeichen,die zwischen ihm und dem ältcrn Fremden gewechselt zu werdenschienen. Dieser Mann war mit einem Schwert und einem Dolchbewaffnet; und der junge Schotte bemerkte, daß er unter seinemeinfachen Kleide einen sta/.er-m oder ein bewegliches Panzerhemdvon Metallringen trug, welches, weil es oft auch diejenigen führ-ten, die, selbst bei friedlichem Gewerbe, zu jener gcfahrreichen Zeithäufig auf der Landstraße verkehrten, den jungen Mann in seinerVermuthung bestärkte, daß der Eigenthümer desselben ein Flei'scher, Viehhändler, oder etwas dergleichen sein müsse-

Der junge Fremde, in einem Blick das Resultat der Beobach-tung zusammenfaffend, dessen Darstellung uns einige Zeit kostete,antwortete nach einer momentanen Pause:ich weiß nicht, mitwem ich zu sprechen die Ehre habe," (zugleich machte er eine leichteVerbeugung,)doch gilt das mir gleich, der ich ein junger Schott-