Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
62
Einzelbild herunterladen
 

62

Stockes begleitet, welches man lemoulinet nennt, weil der Künst-ler den Stock in der Mitte hält und beide Enden in allen Rich-tungen, gleich den in Bewegung gesetzten Windmühlflügelnschwingt. Sein Gegner legte, als er sich so bedrohet sah, dieHand«n'sSchwcrt, denn er war einer von denen, die bei jeder Gelegen-heit eher zum Handeln als zum Reden bereit sind; jedoch seinmehr geltender Kamerad, der herbeikam, befahl ihm still zu sein,und indem er sich an den jungen Mann wandte, beschuldigte erdiesen der Voreiligkeit, weil er sich in die angeschwollene Fluthgestürzt hätte, und der ungemäßigten Heftigkeit, weil er mit demManne Streit beginne, der zu seinem Beistand herzugeeilt sei-

Als sich der Jüngling so von einem Manne von vorgerücktenJahren und achtbarem Anschn tadeln hörte, senkte er sogleich seineWaffe und sagte, cs sei ihm Leid, wenn er ihnen Unrecht gethanhätte; in Wahrheit aber schien es ihm doch, als hätten sie ihn ruhigsein Leben in Gefahr setzen lassen, weil sie ihm nicht bei Zeiten einWort der Warnung gegeben, und dies Benehmen zieme sich dochweder für ehrbare Männer noch gute Christen oder achtbare Bür-ger, wofür er sie ansah.

Lieber Sohn," sagte die ältere Person,deinem Gesichtund deinem Accent nach scheinst du ein Fremder; und da solltestdu bedenken, daß uns nicht so leicht wird deinen Dialekt zu ver-stehen, als dir es wird, ihn zu sprechen!"

Gut, Vater!" entgegnete der Jüngling;cs kümmert michwenig, daß ich ein Bißchen untergetaucht bin, und euch sei es auchverziehn, daß ihr zum Theil die Ursache davon wäret; aber ihrmüßt mich zu einem andern Orte bringen, wo ich meine Klei-dung trocknen kann, denn cs ist dies mein einziger Rock, den ichdoch etwas anständig halten muß."

Für wen hältst du uns denn, lieber Sohn?" fragte derältere Fremde als Antwort auf jene Bitte.