Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
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schön, trotzdem, daß fieim Allgemeinen einen dunkeln Anflug hatte,womit die fremde Sonne oder auch wohl der stete Aufenthalt inder freien Luft seiner Heimat, sie in gewissem Grade gebräunthatte.

Seine Züge, wenn auch nicht ganz regelmäßig, waren frei,offen und gefällig. Ein halbes Lächeln, welches aus einem glück-lichen Ueberfluß an Lebenskraft und Muth zu entspringen schien,zeigte dann und wann, daß seine Zähne wohlgeformt und reinwie Elfenbein waren, während sein klares blaues Auge, vollgleichmäßiger Heiterkeit, für jeden Gegenstand, auf den es fiel,einen ganz eigenen Ansdruck zeigte, in welchem sich gute Laune,Leichtigkeit des Herzens und Entschlossenheit kund thaten.

Er empfing und erwiderte den Gruß der wenigen Reisenden,die sich in jenen gefahrvollen Zeiten auf der Straße zeigten, mit derBewegung, die für jeden paßte. Der umherstreifende Lanz-knecht, halb Soldat halb Räuber, maß den Jüngling mit einemBlicke, als wolle er dieAussicht aufBeute gegen dieGefahreinesverzweifelten Widerstandes abwägen, und er las so viel Anzeichendes letztern in dem furchtlosen Blicke des Reisenden, daß er seineböse Absicht mit einem sichernGuten Morgen, Kamerad," ver-tauschte, welches der junge Schotte in einem eben so kräftigen, wie-wohl minder düstern Tone beantwortete. Der wandernde PilgerodcrderbettelndeMönch beantworteten seinenchrcrbietige» Grußmit einem väterlichen Segensspruche, und die dunkeläugigeBaucrdirne schaute ihm noch lange nach, nachdem sie aneinandervorübergegangen und sie ihm einen lachendenguten Morgen"zugerufen hatte. Kurz, in seinem ganzen Wesen lag etwas Anzie-hendes, was nicht leicht der Aufmerksamkeit entging, und welchesaus der Verbindung von furchtloser Offenheit und guter Laune miteinem leuchtendenBlick und schöner Gestalt entsprang. Es schien,als ob sein ganzes Wesen einen Menschen verkündete, der beim