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Des Marquis' Vater war ein unterrichteter Mann gewe-sen, und sein Großvater war selbst am Hofe Ludwig XIV., woLiteratur gewissermaßen als Mode galt, wegen des Umfangsseiner Kenntnisse berühmt worden. Diese beiden Eigenthümer,reich an Glücksgütern, und liberal, wo es die Befriedigungihres Geschmacks galt, hatten zu einer seltenen, sehr alten Bü-chersammlung, die sie von ihren Ahnen ererbt hatten, solcheZusätze gemacht, daß es nur wenige Sammlungen in Frank-reich gab, welche mit der zu Hautlieu verglichen werden konn-ten. Sie war gänzlich zerstreut worden in Folge eines übel-berechneten Versuchs des jetzigen Marquis, im Jahr 1790, seinSchloß gegen einen revolutionären Pöbelhaufen zu vertheidigen.Glücklicherweise gelang cs dem Pfarrer, der durch sein leutse-liges und gemäßigtes Betragen, sowie durch seine evangeli-schen Tugenden, großer Theilnahme bei den benachbarten Land-leuten sich erfreute, viele der Bände zu kaufen, oft für diegeringe Summe weniger Sous, bisweilen sogar um den Preiseines Glas Branntweins, die ursprünglich große Summen ge-kostet hatten, aber von den Schurken, die das Schloß plün-derten, fortgeschleppt worden waren. Er selbst hatte auch vielesolcher Bücher erkauft, so weit seine Mittel reichten, und sei-ner Bemühung war cs zu danken, daß man sie wieder in demThurm aufgestellt traf» wo ich sie fand. Es war daher keinWunder, daß der gute Pfarrer Stolz darein setzte und Freudedaran hatte, die Sammlung den Fremden zu zeigen.
Abgesehen von vielen unbedeutenden Bänden, Unvollkom-menheiten, und all' den andern ärgerlichen Umständen, dieeinem Liebhaber begegnen, wenn er eine übelgehaltene Biblio-thek beschaut, befanden sich in der zu Hautlieu doch noch vieleArtikel, die fähig waren, den Bibliomanen, wie BayeS sagt:«zu erheben und in Staunen zu setzen " Hier fanden sich: