Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
Seite
42
Einzelbild herunterladen
 

42

worden war, dessen Wunsch, die Entblößung des Landes und denUmfang seiner Verluste zu verbergen, stets mit der Neigung, gefäl-lig zu sein, im Streit zu liegen schien, so konnte ich doch nicht um-hin, ein Anerbieten anzunehmen, das ich nach strenger Artigkeitvielleicht hätte ablehnen sollen. Da es jedoch eine Sammlungvon solcher Merkwürdigkeit war, daß sie unserm bibliomanischenFreunde den Wunsch einflößte, die verlorne Hoffnung selbst Sturmlaufen zu lassen, so hätte es eine verzweifelte Lhat der Selbstver-läugnung heißen müssen, der Gelegenheit, sie zu sehn, auszuwei-chen. La Jeunesse brachte Kaffee, wie man ihn nur aufdem festenLande genießt, auf einer Präsentirschüffel, die mit einerScrviettebedeckt war, damit man sie für silbern halten konnte, und elrssse-cal'ö von Martinique auf einem kleinen Aufwärter, der es gewißwar. Nachdem unser Mahl so beendigt war, führte mich derMarquis auf einem eskalier llerobe, in einen geräumigen undwohl proportionirten Salon, von fast hundert Fuß Länge; aberso wüste und verfallen, daß ich meine Augen am Boden haftenließ, damit sich mein freundlicher Wirth nicht etwa aufgesordertfühlen möchte, die verwischten Gemälde und zerrissenen Tapeten,oder, was noch schlimmer, die Fenster, die an einer oder zwei Stel-len dem SturmeStoben zu sehr nachgegeben, zu entschuldigen.

Wir haben den Thurm etwas wohnlicher zu machen ge-sucht," sagte der Marquis, während er sich eilig durch diesZimmer der Zerstörung bewegte.Dies," sagte er,war infrüherer Zeit die Gemäldegallerie, und im Boudoir drüben,welches wir nun als Lesezimmer benutzen, wurden einige sel-tene Kabinetsstücke aufbewahrt, deren kleiner Maßstab ver-langte, daß man sie in der Nähe betrachtete "

Bei diesen Worten zog er einen Theil der Tapete, derenich gedachte, bei Seite, und wir betraten das Gemach, wo-von er sprach.