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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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habe die Höhe des Thurmes auSgemeffen, in der Absicht, Sturm-leitern anzuwendcn- Ihr konntet mir doch nicht zumuthen, einenachtbaren Geistlichen, wenn auch von einer andern Kirche, zu solch'einer That der Verzweiflung zu bringen? Das hätt'ich bei mei-nem Gewissen nicht verantworten können."

Doch Sie wissen, Herr Marquis," fuhr der Pfarrer fort,daßvr. Dibdin über das schlimme Schicksal, das Ihre Bibliothek be-troffen, so erzürnt war, daß er die Macht unserer Kirche offen be-neidete, weil er inniges Verlangen trug, ein Anathem auf dieHäupter jener Zerstörer zu schleudern-"

SeinZorn stand im Verhältniß zu seiner getäuschten Erwar-tung, wie ich vermuthe," sagte unser Wirth-

Keineswegs," sagte der Pfarrer;denn er war so begeistertvon dem Werthvollen, was noch vorhanden, daß ichüberzcugt bin,nur Ihr bestimmter Wunsch des Gegentheils verhinderte, daß dasSchloß Hautlieu nicht wenigstens zwanzig Seiten in dem splendi-den Werke einnimmt, wovon er uns eine Abschrift sandte, undwelches ein stetes Denkmal seines Eifers und seiner Gelehrsamkeitbleiben wird."

vr. Dibdin ist äußerst artig," sagte der Marquis;und wennwir unfern Kaffee genossen haben hier kommt er schon wol-len wir nach dem Thurme gehen; und ich hoffe, der Herr werde,wie er meine geringe Mahlzeit nicht verschmäht hat, mir auchden Zustand meiner verwirrten Bibliothek verzeihen, während ichmich nicht weniger glücklich schätzen werde, wenn ich Ihnen auchhier einige Unterhaltung geben kann. Zn der That," fügteer hinzu,wäre dies auch nicht der Fall, Sie, mein guterVater, haben alles Recht über Bücher, die ohne Z-re Ver-mittelung nie zu ihrem Eigcnthümer zurückgekehrt sein würden."

Obwohl dieser Zusatz der Höflichkeit offenbar durch die Zu-dringlichkeit des Pfarrers dem widerstrebenden Freunde entrissen