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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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auf einmal verjagte; dies nöt-igt mich, Sie zu erinnern, daß heuteein jour muigreist. Der Pfarrer des Kirchspiels ist außer Ihnenmein einziger Gast, und ich möchte nicht freiwillig seine Meinun-gen beleidigen. Ueberdies," fuhr er männlicher und seine Zurück-haltung von sich schüttelnd, fort,haben mich Widerwärtigkeitenandere Gedanke» über diese Dinge gelehrt, als sie mich das Glücklehrte; und ich danke Gott, daß ich mich nicht schäme zu gestehen,daß ich die Gebräuche meiner Kirche befolge."

Ich erwiderte schnell, daß, obwohl sie sich von denen meinereigenen unterscheiden dürften, ich doch jede mögliche Achtung fürdie Vorschriften jeder christlichen Gemeinde hege, in dem Gedan-ken, daß wir uns Alle doch an denselben Gott, nach demselbengroßen Grundsätze der Erlösung, wenn auch unter verschiedenenFormen wendeten; und hätte es dem Allmächtigen nicht gefallen,diese Verschiedenheit der Verehrung zu gestatten, so würden unsunsre Gebräuche eben so bestimmt vorgeschrieben worden sein, wiesie im mosaischen Gesetz niedergelegt sind.

Der Marquis war kein Händcschüttlcr, aber bei dieser Gele-genheit ergriff er die meine und schüttelte sie freundlich dieeinzige Art, seine Beipflichtung meiner Meinung anözudrücken,die ein eifriger Kot-olik bei solcher Gelegenheit sich vielleicht er-lauben konnte oder durfte.

DieserUmstaud der Erklärung und Bemerkung, nebst noch an-dern, welche der Anblick der weiten Ruinen erregte, beschäftigteuns, während wir zwei- oder dreimal auf der langen Terrasse hinund hergingen, und etwa eine Viertelstunde in dem gewölbten undsteinernen Pavillon weilten, der mit dem Wappen des Marquisgeziert war, und dessen Dach, obwohl hier und da an seiner Wöl-bung schadhaft, doch noch fest und dauerhaft war.Hier," sagteer, indem er wieder den Ton eines früher« Thcils seiner Unterhal-tung aufnahm,hier fitz' ich gern, sowohl des Mittags, wenn ich