Druckschrift 
6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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seines altmodischen Hutes. EtwashöchstJnteressantes laginseincrErscheinung; seine ernste Haltung mitten unter der lebhaften lusti-gen Gruppe ringsum glich dem Schatten eines Baums in sonnigerLandschaft, um so anziehender, je seltener. Ich kam so schnell inseiner nähern Bekanntschaft vorwärts, als es die Umstände desOrtes und dicLandesfitte gestatteten, d. h. ich rückte näher an ihnheran, rauchte meine Cigarre in ruhigen und ununterbrochenenZügen, welche kaum sichtbar waren, und richtete die wenigen Fra-gen an ihn, die eine gute Erziehung aller Orten, vorzüglich aberin Frankreich, dem Fremden gestattet, ohne daß er deßhalb fürch-ten muß, für zudringlich gehalten zu werden- Der Marquis vonHautlieu, denn dies war sein Rang, war so kurz und sententiös,als die französische Höflichkeit erlaubte, er beantwortete jedeFrage, ohne selbst eine neue zu thun, und ermunterte nicht zuweiterem Nachforschen.

Die Ursache hievon war, daß der Marquis, der überhauptschon nicht sehr zugänglich für Fremde irgend eines Volks, selbstnicht für Unbekannte seiner eignen Nation war, eine besondereScheu gegen Engländer blicken ließ. Ein Rest von altem National-vorurtheil mochte der Grund dieser Gesinnung sein, oder sie ent-sprang vielleicht auch aus dem Gedanken, daß die Engländer einhochmüthiges, geldstolzes Volk seien, welchem Rang, verbundenmit beschränkten Vcrmögensumständen, nur ein Gegenstand derVerachtung oder des Mitleids sein könnte; oder wenn er endlichvielleicht an gewisse neue Ereignisse dachte, so mochte er sich auchwohl durch das nämliche Glück gekränkt fühlen, welches seinemHerrn den Thron und ihn selbst ein verringertes Eigenthum undein verstörtes elmteau wiedergegeben hatte. Sein Mißbehagenzeigte sich jedoch nie auf thät lichere Weise, als durch die Entfernungaus englischer Gesellschaft. Nahmen die Angelegenheiten einesFremden seinen Einfluß zu ihrem Besten in Ansprüche, so bewilligt