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6 (1851) Quentin Durward
Entstehung
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seine sanftern Stellen hätte- Er kannte die Interessen Frank-reichs, und verfolgte sie treulich so lange, als sse mit seineneigenen Hand in Hand gingen. Er führte das Land sicherdurch die gefährliche Krisis des Krieges, genanntfür das öf-fentliche Wohl;" bei der Vernichtung dieses großen und ge-fährlichen Bündnisses der großen Kronvasallen Frankreichsgegen den Souverain, würde ein König von minder scharf-sichtigem und klugem Charakter und von mehr kühner undminder schlauer Gemüthsart als Ludwig XI. aller Wahrschein-lichkeit nach unterlegen sein. Ludwig besaß auch einige per-sönliche Eigenschaften, die mit seinem öffentlichen Charakternicht im Widerspruch standen; er war fröhlich und witzig inGesellschaft; er liebkosete sein Opfer, gleich der Katze, dieschmeicheln kann, wenn sie darauf ausgcht, die bitterste Wundezu ertheilen; und keiner war geschickter, die Ueberlegenheit derschlechten und selbstischen Grundsätze zu behaupten und zuPreisen, durch die er sich bestrebte, jene edlern Beweggründezu Anstrengungen zu ersetzen, welche bei seinen Vorgängern ausdem hochsinnigen Geiste der Cbevalerie hervorgegangen waren.

Dies System begann jetzt wirklich zu veralten, und eshatte, selbst zur Zeit seiner Blüthe, etwas so überspanntesund phantastisches in seinen Grundsätzen, daß es dadurch all-gemein zu einem Gegenstände der Verspottung ward, sobaldes, gleich andern alten Moden, außer Ansehen zu kommenanfing, und die Waffen des Spottes konnten sich dagegen er-heben, ohne das Mißfallen und den Abscheu zu erregen, wo-mit sie in früherer Zeit, als eine Art von Gotteslästerung,zurückgewiesen worden wären. Im vierzehnten Jahrhundertnahmen die Spötter überhand, welche die ausschweifendenund exclusiven Lehren von Ehre und Tugend in's Lächerlichezogen, die man öffentlich als absurd anerkannte, weil sie, in