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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
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uns retten sollen. Wir sind berufen, zu leiden, nicht, zu wider-stehen, und wir wollen nicht das Blut unserer unschuldigen Unter-thanen vergebens verspritzen. Nutzloser Widerstand ziemt nichtMännern von unserem Beruf. Ich habe Befehl gegeben, Schwertund Spieß niederzulegen. Gott und Unsere Liebe Frau habenunsere Waffen nicht gesegnet."

Bedenkt Euch wohl, Ehrwürdiger Gnädiger Herr," sprachPiercie Shafkon mit großem Eifer,ehe Ihr die noch möglicheBerkheidigung aufgebt. Am Eingang des Dorfes sind verschiedenePosten, wo tapfere Männer mit Vorlheil leben und sterben können,und ich habe noch den besonderen Beweggrund, Stand zu halten,nämlich die Rettung einer schönen Freundin, welche hoffentlich denHänden der Ketzer entgangen ist."

Ich verstehe Euch, Herr Piercie," sprach der Abt,Ihrmeint die Tochter unseres Klostermüllers."

Hochwürdiger Gnädiger Herr," versetzte Piercie nicht ohneZögern,die schöne Gretelinde ist, wie gewissermaßen behauptetwerden kann, die Tochter Eines, der da auf mechanischem WegeKorn bereitet, so daß es zu Brod verarbeitet werden kann, ohnewelches wir nicht bestehen könnten, der somit ein an sich ehren-haftes, ja sogar nothwendiges Geschäft treibt. Nichtsdestoweniger,wenn die reinsten Gefühle einer großen Seele, hervorbrechend gleichden, in einem Demant sich spiegelnden Sonnenstrahlen, Adelverleihen können einer Person, welche so zu sagen die Tochtereines mühlenbewegenden Handarbeiters ist" -

Ich habe keine Zeit für diese Sachen, Herr Ritter," unter-brach der Abt.Mit einem Wort: es wird mit Unserem Willennicht länger mit fleischlichen Waffen gestritten. Wir von derGeistlichkeit wollen Euch Weltleuten zeigen, wie man mit kaltemBlut stirbt, unsere Hände nicht zum Widerstand geballt, sondernzum Gebet gefaltet, unsere Seelen nicht mit grimmem Hasse