die Königin von England Euch verschafft hat; eine Schlachtliefern zu Gunsten eines Vcrrälhers an ihr?" fragte Fostcr.
„Das nicht, Herr Hans," antwortete der Graf; aber ichWill auf Leben und Tod kämpfen zur Vertheidigung der Rechteunseres freien Königreichs Schottland."
„Bei meiner Treue," versetzte Herr Hans Foster, „ich bines zufrieden. Mein Schwert ist noch nicht stumpf nach alle dem,was es an diesem Tage gelhan hat,"
„Bei meiner Ehre," sprach Herr Georg Heran von Ehipchase,„es ist wenig Grund vorhanden, uns jetzt mit diesen schottischenHerren zu schlagen, denn ich bin mit dem alten Stawarth Boltondes Dafürhaltens, daß jener Gefangene so wenig Piercie Shafton,als dieser der Graf von Northumberland ist. Es wäre übel vonEuch gethan, den Frieden zwischen beiden Ländern zu brechen umeines Gefangenen willen, der noch unbedeutender ist, als der ge-schniegelte Unheilstifter."
„Herr Georg," versetzte Fostcr, „ich habe oft gehört, ihrReiger ') fürchtet Euch vor Falken. — Nein, lieber Mann, legtnicht die Hand an's Schwert; ich habe bloß gescherzt. Was denGefangenen betrifft, so laßt ihn herbeibringen, damit wir sehen,wer oder was er ist. — Alles jedoch auf Eure Zusicherung hin,Gnädige Herren," fügteer, an die Schotten sich wendend, hinzu.
„Auf Wort und Ehre," sprach Morton, „wir wollen keineGewalt brauchen."
Der Gefangene ward herbeigebracht und die Reihe, ausgelachtzu werden, war jetzt an Herrn Hans Foster, denn es zeigte sich,daß der Gefangene nicht nur nicht Herr Piercie Shafton, sondernein Weib in Mannskleidern war.
„Reißt der Hure den Mantel vom Gesicht und werft sie den
*> Heran, der Name des Angeredeten, bedeutet Reiger.Kloster, ui- 11