Druckschrift 
4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
160
Einzelbild herunterladen
 

160

schöpfe- annimmt, welches Ihr unter die Füße getreten habenwürdet, als ob ihr von Wölfinnen geworfen, nicht von Weiberngeboren wäret."

Der englische und der schottische Anführer trafen auf demneutralen Raum zwischen ihren beiderseitigen Truppen zusammenDer Graf redete den englischen Markwart folgendermaßen an;Ist das ein ordentliches und ehrbares Benehmen, Herr Hans,und wofür haltet Ihr den Grafen von Morton und mich, daßIhr in Schottland einreitet mit aufgeworfenem Banner, Streitanfangel, tödtet und Gefangene macht, nach Eurem Gelüste?Meint Ihr, cs sei wohlgethan, unser Land zu verderben undunser Blut zu vergießen, nachdem wir Eurer Gebieterin so vieleBeweise von Ergebenheit geliefert haben, vorbehaltlich unsererUnterthanenpflicht gegen unsere eigne Beherrscherin?"

Gnädiger Herr von Murray," versetzte Fostcr,alle Weltweiß, daß Ihr ein Mann von regem Geist und tiefer Weisheitseid. Mehre Wochen lang habt Ihr mich hingehalten mit demVersprechen, den Verräther an meiner Herrscherin, diesen PiercieShafton von Wilverton zu sahen, und Euer Wort ist unerfülltgeblieben, indem Ihr Unruhen im Westen und Gott weiß wasfür andere hindernde Ursachen angegeben habt. Da der Ver-brecher mittlerweile die Frechheit gehabt hat, hieher zurückzu-kommen und kaum dritthalb Meilen von England seinen Wohn-sitz aufzuschlagen, konnte ich, den Befehlen meiner Herrscherinzufolge, bei Eurem fortdauernden Zögern nicht länger warten,und habe daher offene Gewalt angewandt, ihn aufzugreifen, woich ihn fände."

Also ist Piercie Shafton in Euren Händen?" fragte derGraf,Merkt Euch, daß ich ohne die größte Schmach für michnicht ohne Kampf in seine Wegführung willigen kann."

Wollt Ihr, Herr Gras, nach all den Vortheilen, welche