Druckschrift 
4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
151
Einzelbild herunterladen
 

151

die Beine zu bringen, welcher dem des englischen Markwarts anZahl fast gleich, jedoch weniger geübt in den Waffen war. DieserHaufe stand unter dem Befehl Julian's von Avenel. Man besorgtees würde zur Schlacht kommen an dem User eines Flüßchens,welches die Gränze des Stiftes bildete.

Wer kennt den Platz?" fragte Murray.

Ich, Gnädiger Herr," antwortete Glendinning.

Gut", sprach Murray.Nimm zwanzig der bestberittenenMänner, eile, was Du kannst, und kündige ihnen an, daß ichaugenblicklich mit starker Macht Nachkomme, und daß ich ohneErbarmen denjenigen Theil in die Pfanne hauen werde, welcherden ersten Streich führt. Davidson," sprach er zu dem Edel-mann, welcher die Nachricht gebracht hatte,Du sollst mein Weg-weiser sein. Eile Glendinning. Sag' Fostern, ich beschwöreihn, so lieb ihm seiner Königin Dienst ist, soll er mir die Ge-schichte überlassen. Sag' dem Abt, ich würde ihm das Klosterüber dem Kopf abbrennen, wenn er einen Streich führt, ehe ichkomme. Melde dem Hund, Julian Avenel, daß er schon einestarke Rechnung bei mir zu Gute hat, und daß ich seinen Kopfauf der höchsten Zinne von S. Marien aufstecken will, woferner sich erfrecht, auf eine zweite loszusündigen. Eile und sparenicht die Sporen aus Besorgniß Pferdefleisch zu verderben."

Eurem Gebot soll gehorcht werden, Gnädiger Herr," er-widerte Glendinning, wählte diejenigen Leute aus, deren Rossenoch im besten Zustande waren und jagte mit ihnen, so schnelles gehen wollte, voraus über Berg und Thal.

Sie waren noch nicht die Hälfte Wegs geritten, als ihnenAusreißer begegneten, deren Aussehen vcrrieth, daß der Kampf be-gonnen hatte. Zwei trugen auf dem Arm einen Dritten, ihrenältesten Bruder, der von einem Pfeil durchbohrt war. Halbert,welcher sie als Stiftsleute erkannte, rief sie bei Namen und fragte