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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
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Wehe dem, der ihm ein Jota davon entziehen möchte! Ueber-nehmt also diesen Abend Eure Gewalt und trefft diejenigen An-stalten, so Ihr für nöthig erachtet. Laßt das Kapitel morgennach der Messe zusammenrufen, und Alles soll geordnet werden, wieich Euch gesagt habe. Leneüicite, meine Brüder! Friede sei mitEuch! Möge der neue Abt in Aussicht so ruhig schlafen, wie der-jenige, so im Begriff steht, seine Insul abzulegen."

Die drei Mönche zogen sich zurück, zu Thronen gerührt.Der gute Abt hatte eine Seite seines Herzen gezeigt, die ihnenunbekannt gewesen war. Selbst Pater Eustachius hatte bisher sei-nen Oberen nur für einen gukmüthigen, trägen, seines Leibes pfle-genden, Mann gehalten, dessen Haupttugend in der Freiheit von gro-ben Fehlern bestand, so daß diese Aufopferung der Gewalt ausPflichtgefühl, wenn auch einigermaßen an Werth verlierend durchdie unedleren Beweggründe der Furcht vor Schwierigkeiten, ihnbedeutend hob in der Achtung des Subprior. Er empfand selbsteinen Widerwillen, aus der Entsagung des Abtes Borthcil zuziehen, und gewissermaßen auf den Trümmern seiner Herrlichkeitemporzustcigen. Dies Gefühl hielt indeß nicht lange Stich vorwichtigeren Erwägungen. Es ließ sich nicht in Abrede stellen, daßBonifacius schlechterdings seiner Stelle nicht gewachsen war unterden gegenwärtigen mißlichen Umständen, und auf der andern Seitefühlte der Subprior, daß er in der bloßen Eigenschaft eines Be-auftragten nicht wohl die entscheidenden Maßregeln durchführenkonnte, welche der Augenblick erforderte. Mithin erheischte dasWohl des Gotteshauses seine Erhebung. Wenn sich bei diesenBetrachtungen auch das Wohlgefallen an der erlangten hohenWürde mit einschlich und die Wonne eines hochstrebenden Geistes,zum Kampf mit Gefahren, die sich an diese Stellung knüpften,berufen zu sein, so waren doch diese Empfindungen so fein mituneigennützigeren Regungen gemischt, daß der Subprior selber