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noch reicherem Maße gethan. Setzt nicht die gute Meinung,welche Jemand von Euch hegt, auf's Spiel dadurch, daß IhrEurem Amte entsagt in einem Augenblicke, wo Eure Sorge ammeisten vonnökhcn ist."
„Bruder," sprach der Abt, „ich überlasse nur meine Stelleeinem Fähigeren."
„Das ist nicht der Fall," entgegnctc Eustach; „denn cs istnicht nöthig, daß Ihr Verzicht leistet, um die Erfahrung odersonst irgend eine Gabe benutzen zu können, die mir zugeschriebenwird. Ich bin lange genug in diesem Stande, um zu wissen,daß die persönlichen Eigenschaften, welche irgend Einer von unsbesitzen mag, nicht ihm angehören, sondern Eigenthum der Brü-derschaft sind, und nur insofern Wcrlh haben, als sie das allge-meine Beste fördern. Wenn Ihr, Gnädiger Herr, nicht Lust habt,Euch persönlich mit dieser beschwerlichen Sache zu befassen, so er-laubt mir die dringende Bitte, daß Ihr augenblicklich nach Edin-burgh gehet, um dort so viel Freunde, wie möglich, für uns zuwerden; ich will dann, als Subprior, in Eurer Abwesenheit meineSchuldigkeit thun in Verthcidigung des Stiftes. Gelingt es mir,dann mögen Ehre und Ruhm Euch zufallen, mißlingt es, dannlaßt Schimpf und Schande auf mir ruhen."
Der Abt besann sich einige Augenblicke und erwiderte dann;„Rein, Pater Eustachius, Ihr sollt mich nicht durch Euren Edel-muth überwinden. In Zeiten, wie die jetzige, bedarf dicß Hauseiner kräftigeren Lenkung, als meine schwachen Hände zu leistenvermögen, und der, so das Schiff steuert, muß auch Befehlshaberder Mannschaft sein. Schmählich wär' es, den Ruhm von an-derer Leute Arbeiten sich anzueignen, und nach meiner schwachenEinsicht ist aller Ruhm, welcher Demjenigen zu Thcil werdenkann, der eine so gefährliche und schwierige Aufgabe übernimmt,immer nur ein Lohn, der seinem Verdienste nicht gleichkommt.