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Da es eine hübsche Nacht war, ritten sie durch den Fluß ander Stelle, wo der Küster seine unglückliche Begegnung mit demGeist gehabt halte. Kaum waren sie am Klosterthor angelangt,als der Pförtner rief: „Ehrwürdiger Vater, der gnädige HerrAbt wartet mit der größten Ungeduld auf Euer Erscheinen."
„Laßt diese Fremden in den großen Saal führen," sprachder Subprior, und laßt ihnen das Beste vorsetzen. Erinnert siejedoch, daß Gästen in einem Hause, wie dieß, Bescheidenheit undAnständigkeit des Benehmens geziemt."
„Ach, der Gnädige Herr Abt verlangt dringend nach Euch,verehrungswürdiger Bruder," sprach der in großer Eile herbei-kommende Küster Philipp. Noch nie seit der Schlacht vonPinkiecleugh bab' ich ihn so niedergeschlagen gesehen."
„Ich komme, lieber Bruder, ich komme," sprach PaterEustach. „Ich bitte Dich, lieber Bruder, laß diesen jungen Mann,Edward Glendinning, auf die Novizenkammer bringen und demLehrmeister übergeben. Gott hat sein Herz gerührt, und er hatden Vorsatz, die Eitelkeiten der Welt von sich zu thun und einBruder unseres heiligen Ordens zu werden, zu dessen Zierde erdereinst vielleicht einmal gereichen kann, wenn zu seinen gutenAnlagen Gelehrigkeit und Demuth sich gesellen."
„Hochzuverehrender Herr Bruder," rief der alte PaterNiclas, welcher mit einer dritten Aufforderung herangehumpeltkam, „ich bitte Dich, eilends zu unserem Gnädigen Herrn Abt zukommen. Unsere Schutzheilige sei bei uns! Noch nie Hab ich denAbt des Hauses von S. Marien in solcher Bestürzung gesehen,und ich kann mich doch noch gut erinnern, wie Vater Jngelramdie Nachricht von der Niederlage bei Flodden erhielt."
„Ich komme, ich komme, verehrter Bruder." sprach PaterEustachius, und nachdem er so verschiedentlich ausgerufen halte:„Ich komme," ging er endlich wirklich zu dem Abt.