um uns gegen die Räuberei der Ketzer zu vertheidigen. Abereinem armen Mann sein Erbgut zu nehmen,"-
„Was das betrifft," sprach der Reiter, „so würde Gilbertdoch wahrscheinlich sehr schlecht gebettet sein, wenn mein Herrwüßte, daß dieser der Erfüllung seiner Wünsche im Wege stehe.Das Stift hat Land genug, und Gilbert kann anderwärts unter-gcbracht werden."
„Wir wollen überlegen, ob es möglich ist, die Sache auf dieseWeise in Ordnung zu bringen," sagte der Mönch, „und wir wollendagegen erwarten, daß Euer Herr mit aller Mannschaft, die eraufbringen kann, bereit sein wird zum nachdrücklichen Schutz desStiftes wider jegliche Gewalt, von der es bedroht werden könnte."
„Eine Manneshand und einen Eisenhandschuh darauf!" sprachder Jackmann. Man nennt uns Freibeuter, Diebe und allesMögliche; aber wenn wir einmal Partei ergriffen haben, dannbleiben wir auch fest dabei. — Und ich will froh sein, wenn meinHerr sich einmal entscheidet, denn die Burg ist eine wahre Hölle(Unsere Liebe Frau verzeih' mir, daß ich solch ein Wort an diesemOrt hier ausspreche!), während er nachgrübelt, wie er am vortheil-haftesten thun möchte. Und nun, Gott sei gelobt, wir sind imoffenen Thal, und jetzt kann ich wieder einen herzhaften Fluchthun, wenn's gilt."
„Lieber Freund," bemerkte der Subprior, „Ihr habt wenigVerdienst von der Enthaltung von Fluchen und Gotteslästerung,wenn dieselbe bloß in der Furcht vor bösen Geistern ihren Grundhat."
„Oho, bis jetzt bin ich noch nicht ganz Kirchenunterthan,"versetzte der Jackmann; „und wenn Ihr einem jungen Gaul denZügel zu scharf anzieht, so versprich' ich Euch, er wird sich aufdie Hinterfüße stellen. Von mir wär' es wahrlich ein Bischenviel verlangt, alte Gewohnheiten zu lassen."