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für die Kirche aus seiner geistigen Wiedergeburt erwachsen, alsaus feinem leiblichen Tode."
Nach Beendigung dieser Betrachtungen, welchen Wohlwollen,Beschränktheit der leitenden Gedanken, eine ziemlich hohe Mei-nung von sich und bedeutende Selbsttäuschung zum Grunde lag,ließ der Subprior den Gefangenen wieder vorführen.
„Heinrich," sprach er zu ihm, „was auch immer strengesPflichtgefühl von mir verlangen mag, alte Freundschaft und christ-liches Mitleid verbieten mir, dich zu einem sicheren Tod zu führen.Du warst einst cdelmüthig, obwohl unbeugsam und hart in DeinenEntschließungen. Laß Dein vermeintes Pflichtgefühl Dich nichtweiter führen, als mich das meinige. Bedenke, daß jedes Schaf,welches Du hier aus dem Pferch lockst, in Zeit und Ewigkeit vondemjenigen verlangt werden wird, welcher Dir die Freiheit gelassenhat, solches Uebel zu thun. Ich verlange von Dir keine weitereVerpflichtung, außer daß Du auf Dein Wort hier im Thurm alsGefangener bleiben und Dich auf Erfordern stellen willst."
„Du hast ein Fündlein gemacht, mir die Hände zu binden,wirksamer, als die schwersten Fesseln im Gefängniß Deines Klosters.Ich will nicht unbesonnener Weise Etwas thun, was Dich bei Dei-nen unglückseligen Oberen in Gefahr bringen kann, und ich willum so mehr vorsichtig sein, weil ich hoffe. Deine Seele dürfte,falls wir fernere Gelegenheit zur Besprechung hätten, wie einBrand aus dem Feuer gerettet werden, und Du dürftest die Trachtdes Antichrist, dieses Käufers und Verkäufers von Sünden undSeelen, von Dir werfen, und ich dürfte Dir noch helfen, denFels der -Zeiten zu erfassen."
Der Subprior hörte diesen, dem seinigen so ähnlichen, Ge-danken aussprechcn, mit derselben Empfindung, wie der Streit-hahn die Herausforderung seines Gegners vernimmt.
„Ich preise Gott und unsere Liebe Frau," sprach er, sich