Während Edward die Pferde bereit machte, bat Christie vonClinthill abermals um Verhaltungsbefehle in Betreff des refor-mirten Predigers Heinrich Warden, und abermals mühte derwürdige Mönch sich ab, das Mitleid und die Hochachtung, welcheer seinem früheren Genossen nicht versagen konnte, mit der Pflichtzu vereinigen, welche die Kirche ihm auferlegte. Die uner-wartete Entschließung Edward's hatte seiner Ansicht nach denHauptgrund entfernt, weshalb er ihn nicht zu Glcndearg lassenwollte.
„Führe ich" — so dachte er — „diesen Wellwood oder War-den in das Kloster, so muß er sterben, — sterben >n seiner Ketzerei,zu Grund gehn mit Leib und Seele. Früher erschien ein solchesVerfahren rathsam, um Schrecken unter den Ketzern zu verbreiten;,aber jetzt nimmt ihre Stärke mit jedem Tage mehr zu, derge-stalt, daß dieser Schritt sie zu verderblicher Wuth und Rachereizen kann. Zwar weigerte er sich, die Verbindlichkeit einzu-gehen, hier nicht seinen Lolch unter den Waizen zu säen; alleinder Boden ist hier zu unfruchtbar für seine Saat. Ich fürchtenicht, daß er Eindruck machen möchte auf diese armen Weiber,Unterthancn der Kirche und erzogen in gebührendem Gehorsamgegen ihre Gebote. Der durchdringende, forschende und kühne GeistEdward's hätte einen Zündstoff abgegeben, allein er ist entfernt^und Nichts bleibt zurück, was von der Flamme ergriffen werdenkönnte. So wird er keine Macht haben, seine bösen Lehren zuverbreiten, und zugleich wird sein Leben erhalten und vielleichtseine Seele gerettet, wie ein« Beute vor dem Netz des Voglers -Ich selber will ihm mit Gründen zusetzen. Als wir zusammenstudirten, gab ich ihm Nichts nach, und sicherlich die Sache, fürwelche ich kämpfe, wird mich unterstützen, sollte ich auch schwächersein, als ich mich erachte. Würde dieser Mann von seinen Jrr-thümer» bekehrt, dann würde ein hundertfach größerer Vorlheil