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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
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einer Reihe todter Ahnen, unterschied sich Maria Avenel, dasPflegkind unserer Mutter, von uns, mit welchen sie auferzogenworden war? Genug, wir liebten, wir Beide liebten sie. DieLiebe Halberes fand Erwiderung. Er wußte es nicht, er sahcs nicht; ich war scharfblickender. Ich sah, daß selbst dann, wennich mehr gelobt ward, Halbcrt mehr geliebt wurde. Neben mirmochte sie stundenlang an unserer gemeinschaftlichen Arbeit sitzenmit der kalten Gleichgültigkeit einer Schwester; mit Halbertwagte sie es nicht. Sie wechselte die Farbe, sie ward verwirrt,wenn er sich näherte, sie war traurig, nachdenklich, einsilbig,wenn er sich entfernt hatte. Ich ertrug alles Dieß, ich sahmeines Nebenbuhlers Fortschritte, ich trug es, Vater, aberich haßte ihn nicht ich konnte ihn nicht hassen!"

Wohl Dir, daß Du es nicht thatest," sprach der Subprior.Toll, wie Du bist, möchtest Du Deinen Bruder hassen, daß erDeine Tyorheit theilt?"

Vater," fuhr Edward fort,die Welt hält Euch für weiseund schlägt Eure Menschenkenntniß hoch an; aber Eure Fragenbeweisen, das Ihr nie geliebt habt. Es kostete mich eine An-strengung, mich vor Haß gegen meinen liebevollen Bruder zu be-wahren, welcher, meine Nebenbuhlerschaft nicht ahnend, mich stetsmit Freundschaftsbezeugungen überhäufte. Ich hatte sogar Au-genblicke, in welchen ich diese Bruderliebe herzlich erwidern konnte.Nie war dieß so sehr der Fall, wie in der letzten Nacht unseresZusammenseins. Demungeachtet könnt' ich mich nicht der Freudeerwehren, als er mir aus dem Wege geschafft war, nicht derBetrübniß, als er wieder zum Vorschein gebracht wurde, ummir ein Stein des Anstoßes zu sein."

Gott sei Dir gnädig, mein Sohn," sprach der Mönch;das ist ein schrecklicher Scelenzustand. Gerade in solcher Slim-