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mung erhob sich der erste Mörder wider seinen Bruder, dieweilAbel's Opfer dem Herrn wohlgefälliger war."
„Ich will ringen mit dem bösen Geist, welcher mich verfolgthat," sprach der Jüngling mit Festigkeit; „ich will ringen mitihm, und will ihn überwinden. Bor allen Dingen aber muß ichmich den Auftritten entziehen, welche nun hier statlfinden werden.Ich kann es nicht ertragen, Mariens Augen wieder strahlen zusehen vor Freude über die Rettung ihres Geliebten. Es wäreein Anblick, der mich zu einem zweiten Kain machen könnte! Meinegrimmige, wirre, vorübergehende Freude ließ sich in Mordlust aus;— wie kann ich den Wahnsinn meiner Verzweiflung ermessen?"
„Rasender!" rief der Subprior, „zu welchem gräßlichenVerbrechen treibt Dich Deine Wuth?"
„Mein Loos ist entschieden," versetzte Edward in entschlosse-nem Ton; „ich will den geistlichen Stand ergreifen, den Ihrmir so oft anempsohlen habt. Es ist mein Vorsatz, mit Euchnach S. Marien zu gehen, um mit Erlaubniß der heiligen Jung-frau und Sanct Benedict's bei dem Abt Profeß zu thun."
„Nicht jetzt, mein Sohn," erwiderte der Subprior, „nichtin diesem krankhaften Gemüthszustand. Die Weisen und Gutennehmen keine Gaben an, welche mit erhitztem Blut dargebrachtwerden, und welche der Geber nachher bereut. Wie sollten wirder Weisheit und Güte selber unsere Widmungen machen mitweniger feierlicher Entschließung, mit geringerer Sammlung derSeele, als erforderlich ist, dieselben unseren gebrechlichen Gefährtenin diesem dunkeln Erdenthal genehm zu machen? Ich sage Dirdas nicht, mein Sohn, um Dich von dem guten Wege zurückzu-schrecken, welchen Du betreten willst, sondern auf daß Du DeineBerufung und Erwählung sicherstellen mögest."
„Vater," entgegnete Edward, „es gibt Handlungen, welchekeinen Aufschub leiden, und diese ist eine solche. Jetzt muß sie