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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Tief bekümmert bin ich," sprach der Reformator, daß Dudie Wahrheit sprichst. Gott sei mein Zeuge, daß ich mit meinemHerzblut die Bekehrung einer Seele, wie die Deinige ist, erkaufenmöchte."

Ich gebe Dir den Wunsch zurück, und zwar mit besseremGrund," versetzte der Subprior.Ein Arm, wie der Deinige,sollte die Bollwerke der Kirche vertheidigen, und er kehrt jetztwider sie den Mauerbrecher und macht den Wallbruch gangbar,durch welchen Alles, was gierig, was niederträchtig, wankelmü-thig und unbesonnen ist in diesem neucnden Zeitalter, vorzu-dringen hofft zur Zerstörung und zum Raub. Aber da es nuneinmal unser Loos ist, daß wir nicht mehr neben einander alsFreunde kämpfen können, so laß' uns wenigstens als edelmüthigeFeinde handeln. Du kannst nicht vergessen haben0 §ran I>ontä äoi cavnliori sntiolü!lürano nenüoi, ornn' <Ii leäs äiverss"-

Doch, wer weiß," fügte ec hinzu, sein Citat abbrcchcnd,Dein neuer Glaube verbietet Dir vielleicht, in deinem Gedächt-nis einen Platz zu bewahren für das, was große Dichter »03Treue und Edelsinn gesungen haben."

Der Glaube Buchanan's," versetzte der Prediger,derGlaube Buchanan's und Bcza's kann der Literatur nicht abgün-stig sein. Allein der Dichter, den Du angeführt hast, enthüllt Stel-len, welche eher für einen lüderlichen Hof, als für ein Kloster paffen."

Ich könnte den Borwurf auf Euren Theodor Beza zurück-sallen lassen," sprach lächelnd der Subpriorzallein ich Haffe dieArt zu urtheilen, welche, gleich der Schmeißfliege über das Ge-sunde hinschwärmt, um einen faulen Fleck zu entdecken und dar-

') O große Trefflichkeit der alten Ritter!

Sie wgren Gegner und «erschied'nen Glaubens.Kloster, m. 6