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der Thau, welcher die Himmclssaat in der Menschcnbrust auf-gehen und wurzeln läßt. So war es wenigstens bei Marien Ave-nel. Sie war unempfindlich gegen den mißtönenden Lärm, welcherunten erschallte, gegen das Klirren der Eisenstangen und gegendas Knarren der Hebel, mit welchen man diese zu brechen suchte,gegen die taktmäßigen Rufe der Arbeiter, wenn diese ihre Kräftezu jedem einzelcn Druck vereinigten, gegen ihre grimmig hervor-gebrummten Verheißungen, Rache an den Flüchtlingen zu nehmen,welche ihnen eine solche Arbeit als Bermächtniß hinterlaffen hatten.All dieß Getöse, welches so widrig durcheinander scholl und eheralles Andere außdrückte, als Frieden, Liebe und Vergebung, ver-mochte nicht, Marien Avenel in ihren neuen Forschungen zu stören,zu welchen sie auf so wunderbarem Wege hingeführt worden war.„Die heitere Ruhe des Himmels," sprach sic, „ist über mir; dieLöne um mich her stammen von der Erde und von irdischerLeidenschaft."
Unterdessen war der Mittag vergangen, und noch war wenigWirkung hervorgebracht auf das eiserne Gatter, als die Arbeiterplötzlich Verstärkung erhielten durch die unerwartete AukunftChristie's von Clinlhill. Ec kam an der Spitze einer Rotte vonvier Reisigen, welche auf ihren Bickelhauben den Steineichcnbusch,das Abzeichen Avenel's, trugen.
„Heda, Ihr Herrn !" rief er. Ich bring' Euch einen Gefangenen."
„Ihr thätct gescheider, uns Freiheit zu bringen," antwor-tete Daniel vom Eulennest.
Christic schaute verwundert drein. „Und wenn ich dafür gehängtwerden sollte, wie es mir für etwas eben so geringes passirenkönnte," sprach er, „so könnte ich es nicht lassen, darüber zulachen, wenn ich Leute durch ihre eignen Eisen gucken sehe, wieRatten aus ihrer Falle, und den Dahiaten mit dem Bart alsdie äll'ste Ratt' im Kellernest!"