„Halt's Maul, Du Flegel," versetzte Edward, „cs ist derHerr Subprior, und hier ist weder die Zeit, noch der Ort, nochdie Gesellschaft für euere Spitzbubenspäße."
„Oho! Wird der junge Herr naseweis?" sprach Ehristie.„Und wenn's mein leiblicher Vater wäre, statt daß er der Aller-weltsvater ist, so wollte ich mich satt lachen über die Geschichte.Und nun es vorbei ist, muß ich Euch helfen, denk' ich mir, dennIhr stellt Euch ein bischen dreibeinig zu der Sache an. Setztnäher am Kloben an und reicht mir einen Brecher heraus, denndas ist der Vogel dazu, um mit einem Thürlein davon zu fliegen.Ich bin durch eben so viele Gatter eingebrochen, wie Ihr Zähnein Eurem jungen Kopf habt, und auch durch dergleichen herausge-brochen, wie der Schloßhauptmann von Lochmaben recht gut weiß."
Christi rühmte sich nicht einer größeren Geschicklichkeit, alser wirklich besaß. Denn so wie die Eingeschloffenen ihre verei-nigten Kräfte unter der Leitung dieses erfahrnen Ingenieurs wirkenließen, gab Kloben und Riegel nach, und in weniger als einerhalben Stunde stand das Gatter, welches so lange ihrer Ge-walt getrotzt hatte, vor ihnen offen.
ssZ"„Und nun, zu Roß, Gesellen hinter dem bübischen Shaftonher!" ries Edward.
p „Halt still!" sagte Christie. „Ihr Euren Gast verfolgen,meinen und meines Herrn Freund? Da muß erst noch ein Wortdarüber geredet werden. Was zum Teufel, warum wollt Ihrihn denn verfolgen?"
„Laß mich vorbei!" sprach Edward mit Heftigkeit. „Ichlasse mich von keinem Menschen aufhalten. Der Bube hatmeinen Bruder umgebracht!"
„Was sagt er?" fragte Christie, an die klebrigen sich wen-dend. „Umgebracht? Wer ist umgebracht und durch wen?"
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