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die Nachricht vernahm, daß der blutige Schurke von Südländerentronnen sei, und daß Halbert, das arme Kind, ungerächt undohne Ruhe in seinem blutigen Grabe liegen würde. In den unterenGemächern brüllten die jungen Männer wie die Löwen, und ließenin Flüchen und Schmähungen über die Flüchtlinge ihre Wuth aus,als sie fanden, daß sie in dem Thurm eingesperrt waren, und daßdie schlaue Vorsicht Gretel's ihre rachsüchtige Verfolgung unmög-lich gemacht batte. Bald ließ sich auch die gebietende Stimme desSubprior vernehmen, welcher Stille gebot. Da Maria sich nichtaufgelegt fühlte, an den jetzigen Gesprächen der Hausgenossen Theilzu nehmen, so zog sie sich wieder in ihre einsame Kammer zurück.
Die übrigen Hausbewohner hielten Ratb in der Speisekammer,Edward war außer sich vor Wuth, und der Subprior zürnte nichtwenig über die Frechheit von Gretcl Happer, solch eine That zuunternehmen, und über die Verwegenheit und Geschicklichkeit, mitwelcher sie dieselbe ausgcführt hatte. Allein weder Staunen nochZorn half Etwas. Die Fenster, wohl verwahrt mit Eisenstangen,um Angreifer abzuhalten, waren jetzt ein eben so wirksamesMittel, die Bewohner eingesperrt zu halten. Die Zinnen warenfreilich offen; allein in Ermangelung von Flügeln hätte manStricke oder Leitern bedurft, um hinab in den Hof zu kommen,und diese waren nicht vorhanden. Zwar gelang cs, die Bewohnerder nahe stehenden Hütten hcrauSzurufen, allein hieß waren bloßWeiber und Kinder, da die Männer in den Thurm genommenworden waren, um die Wache zu verstärken, und diese Weiberund Kinder konnten Nichts thun, als ihre Verwunderung aus-drücken. Außerdem waren keine Nachbarn vorhanden auf meilen-weit in der Runde. Dame Elspeth, obwohl in Lhränen gebadet,war indeß nicht so unbekümmert um äußere Angelegenheiten, daßsie nicht den Weibern und Kindern vor dem Thurm hätte zurufensollen, sie möchten ihr Gaffen lassen und nach den Kühen sehen,