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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Geliebten, sondern daß eS die natürlichen Gewohnheiten einer Mül-lerstochtcr waren, welche ohne Zweifel dasselbe jedem reichenBauernschlingel that, der in ihres Vaters Mühle kam. Dieser Ge-danke stopfte der Eitelkeit den Mund und zugleich der Liebe,welche die Eitelkeit ausgebeutet hatte.

Während dieser mannigfaltigen Gemüthsbewegungen vergaßHerr Piercie nicht, die Ursache derselben aufzufordern, sich nieder-zusctzen und Theil an dem Mahl zu nehmen, welches sie so treff-lich bereitet und so schön aufgetragen hatte. Er erwartete, dieseEinladung würde, vielleicht verschämt, jedenfalls aber mit großemDank angenommen werden. Allein Grelel lehnte seine Einla-dung so ehrerbietig und doch auch so entschieden ab, daß er sicheinerseits geschmeichelt fühlte, anderseits ein wenig ärgerte. Nichtlange, so vcrschmand sie aus dem Gemach und ließ dem EuphuistenMuße, mit sich auszumachen, ob ihre Entfernung ihm an-genehm oder unangenehm sei.

Es wäre dieß eine Frage gewesen, deren Entscheidung ihmsehr schwer gefallen sein würde, wenn er dazu genötyigt gewesenwäre. Da dieß aber nicht der Fall war, so trank er etlicheBecher Claret und sang eine oder zwei Strophen von den Can-zonekten des göttlichen Astrophel. Allein trotz Wein und trotzHerr Philipp Sidney, kam ihm wieder das Verhältniß in denSinn, in welchem er zu der holden Molinara oder Grctclinde,wie er Gretel Happer benannt, jetzt stand und dasjenige, in wel-chem er in Zukunft zu ihr stehen wollte. Die Mode der Zeitstimmte (wie bereits angedcuret) glücklicherweise mit seinem an-gebornen, fast übertriebenen, Edelsinn überein, welcher ihm, alseine Todsünde gegen Frauendienst, Ritterthum und Sittlichkeit,verbot, die guten Dienste, welche dieß arme Mädchen ihm gelei-stet, damit zu vergelten, daß er die Bortheile mißbrauchte, welcheihr Vertrauen auf seine Ehrenhaftigkeit ihm in die Hand gegeben