«rwartungsvoll ein wenig auseinanderstanden und eine Reihe per-lenweißer Sahne zeigten. Alles das war gefährlich anzusehcn,und nachdem Herr Piercie Shafton mit immer geringerem Nach-druck seine Bitte wiederholt hatte, daß die schöne Grctelinde ihmerlauben möchte, sie nach ihres Vaters Hause zu bringen, schloßer mit der Aufforderung, die holde Gretelinde möge mit ihm gehen.„Wenigstens," fügte er hinzu, „bis ich im Stand bin Euch einensichern Platz anzuweisen."
Gretel Happer antwortete nicht, drückte aber halb freudig,halb verschämt crröthend, ihre Bereitwilligkeit, den südländischenRitter zu begleiten, dadurch aus, daß sie ihr Bündel fester knüpfteund sich bereit machte, ihren Sitz auf dem Kreuz wirdereinzuneh-men. „Und was ist Euer Wille, daß ich hiermit machen soll?"fragte sie, die Kette emporhaltend, als ob sie jetzt erst merkte-daß sie in ihrer Hand wäre.
„Behalte sie, schönste Gretelinde, um meinetwillen," sprachder Ritter.
„Nein," cntgegncte Gretel ernsthaft. „Bei mir zu Landenehmen die Mädchen keine solche Geschenke von Höheren an, undich bedarf keines Zeichens, um mich an diesen Morgen zu erinnern."
Dringend und auf's Höflichste ersuchte der Ritter sie, dasGeschenk anzunchmen, allein hier blieb Gretel fest bei ihrem Wort. ,Sie fühlte vielleicht, daß die Annahme von irgend Etwas, daseinem Lohn gleich sähe, den von ihr geleisteten Dienst zu einerbezahlten Arbeit herabwürdigen müßte, und sie verstand sich ledig-lich nur dazu, die Kette in Verwahrung zu nehmen, damit die-selbe nicht den Eigenthümer kenntlich machte, insolange bis HerrPiercie sich in völliger Sicherheit befände.
Sie saßen auf und setzten ihre Reise fort. Gretel, in manchenBeziehungen eben so herzhaft und scharfsichtig, wie sie in andereneinfältig und schwach war, übernahm es, die Richtung genau