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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Gretel erröthete und heftete die Lugen auf den Boden. HerrPiercie fuhr in demselben Ton verlegenen Wohlwollens fort:Fürchtet Ihr Euch, allein nach Haufe zurückzukehren, meineliebreiche Molinara? wünscht Ihr, daß ich Euch begleite?"

Ach," sprach Gretcl aufblickend und das Roth ihrerWangen verwandelte sich in Leichenblasse,ich habe kein Hausmehr!"

Wie? Kein Haus? Sagt meine cdelmüthige Molinara, siehabe kein Haus, wenn dort drüben die Wohnung ihres Vaterssteht, und nur ein Crystallfluß dazwischen liegt?"

Ach!" antwortete das Müllerkind,ich habe weder Vaternoch Vatershaus mehr. Mein Vater ist ein ergebener Dienerder Abtei; ich habe mich an dem Abt vergangen, und kommeich heim, so schlägt mich mein Vater todt."

Er darf es nicht wagen, Dir ein Leids zu thun, so wahrGott lebt!" sprach Herr Picrcie.Ich schwöre Dir bei meinerEhre und Ritterschaft, die Streitmacht meines Vetters von Nort-humberland soll das Kloster so dem Boden gleichmachen, daß keinPferd stolpern soll, wenn er darüber reitet, dafern sie es wagen,Euch ein Haar zu krümmen. Darum seid hoffnungsvoll und zu-frieden, liebreiche Gretelinde, und wisset, daß Ihr Einen verpflich-tet habt, welcher die geringste Euch zugefügte Unbill rächen kannund will."

Während dieser Rede war er vom Pferd gesprungen und imEifer seiner Berweissührung hatte er die willige Hand Gretel's oder wie er sie jetzt getauft hatte, Greielindens gefaßtDabei sah er in ein paar große schwarze Augen, welche auf dieseinigcn mit einem, wenn auch durch jungfräuliche Scham ge-milderten, doch unverkennbaren Ausdruck geheftet waren, aufWangen, wo Etwas wie Hoffnung die natürliche Farbe wieder-herzustellen begann, und auf zwei Lippen, wie Roscnknospen, welche