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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
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trotzend allen Gefahren, welche meiner Person drohen können,sei es von Mönch, sei es von Müller."

Gretel unterdrückte ihr Schluchzen, und stammelte denWunsch, abzusteigen und ihr Glück auf eigne Hand zu suchen.Herr Piercie Shafton, ein zu ergebener Edelknecht der Frauen,um selbst der geringsten eine achtungsvolle Aufmerksamkeit zuversagen, stieg augenblicklich ab und hob das arme Mädchen her-unter, welches noch immer bitterlich weinte, und, auf dem Bodenangelangt, kaum fähig schien, sich aufrecht zu erhalten, wenig-stens sich von dem stützenden Arm des Ritters nicht entfernte.Er trug sie unter eine Hängebürke am Ufer, setzte sie auf denRasen und redete ihr zu, sich zu fassen. Sei» natürliches Ge-fühl brach hervor, bekämpfte und überwand halb seine angenom-mene Ziererei, als er sprach:Glaubt mir, edelmüthige Jungfrau,Piercie Shafton würde den Dienst, so Ihr ihm geleistet habt, fürzu theuer erkauft geachtet haben, hätte er vorhersehen können, daßer Euch diese Thränen und Seufzer kosten würde. Laßt mich dirUrsache Eures Kummers kennen, und dafern ich irgend Etwas thunkann, denselben zu beseitigen, dann glaubt, daß die Ansprüche, welcheIhr an mich erworben habt, Eure Befehle mir so heilig machen,wie die einer Kaiserin. Sprecht also, schöne Melinara, und befehletDemjenigen, welchen das Schicksal zu Eurem Schuldner und zuEurem Kämpen gemacht hat. Was ist Euer Befehl?"

Nichts weiter, als daß Ihr Euch retten und fliehen sollt/'antwortete Gretel, indem sie alle ihre Kraft zusammennahm, umdiese wenigen Worte auszusprechen.

Doch," sprach der Ritter,darf ich Euch nicht ohne einSeichen der Erinnerung verlassen." Gretel hatte auf der Zunge,zu sagen, dessen bedürfe es nicht, und sicherlich würde sie cs ge-sagt haben, dafern sie vor Weinen hätte sprechen können.Piercik