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wissen, wohin. Der Anblick des nahen Klosters erinnerte ihn,daß er sich noch immer auf gefährlichem Boden befand, und daßer nothwendig einen bestimmten Fluchtplan entwerfen mußte,wenn er entkommen wollte. Au gleicher Zeit bedachte er auch dieLage seiner Führerin und Retterin, denn er war keineswegs rück-sichtslos oder undankbar. Er horchte und entdeckte, daß dieMüllcrstochter schluchzte und bitterlich weinte, indeß sie ihrHaupt an seine Schulter lehnte.
„Was fehlt Dir, meine edelmüthige Molinara?" fragte er.„Ist irgend Etwas, das Piercic Shafton thun kann, um seineDankbarkeit gegen seine Befreierin an den Tag zu legen?" Gre-tel deutete mit dem Finger über den Fluß, wagte aber nichthinüberzublicken.
„O, sprich deutlich, edelmüthigste Jungfrau," fuhr der Rit-ter fort, welcher jetzt eben so sehr in Verlegenheit war, wie sonstseine gezierte Redeweise Andere in Verlegenheit zu setzen pflegte.„Sprecht deutlich, denn ich schwöre Euch, daß ich Nichts ent-nehmen kann aus der Ausstreckung Eures schönen Fingers."
„Dort ist meines Vaters Haus," sprach Gretel mit einerdurch einen verstärkten Ausbruch des Schmerzes geschwächtenStimme.
„Und ich habe Dich unartiger Weise fern von Deiner Woh-nung weggeführt?" fragte Shafton in der Meinung, die Ursacheihres Kummers entdeckt zu haben. „Wehe über die Stunde, inwelcher Picrcie Shafton, auf seine eigne Rettung bedacht, dieBequemlichkeit irgend eines Frauenzimmers vernachlässigt hätte,und nun gar die seiner hochverdienten Befreierin! Steige denn ab,o holde Molinora, es sei denn, daß Du es verziehst, daß ichDich zu Pferde nach dem Hause Deines mehlschaffenden Vatersbringe, wozu ich, sobald Du das Wort aussprichst, bereit bin,