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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
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Stimme ihr in's Ohr tönte:Was? fcin's Gretel, schon so früham Gebet? Gott's Segen über die schönen Augen, die so früheaufgehn! Ich will einen Kuß zum guten Morgen haben."

Daniel vom Eulennest denn er war der Löffler, welcherGreteln dieß Kompliment machte ließ dem Wort die Thatfolgen, und die That wurde, wie es bei solchen Fällen bäuerischerGalanterie gewöhnlich ist, mit einem Faustschlag erwidert, welchenDan so aufnahm, wie ein feiner Herr einen leichten Fächerschlag,welcher aber, mit dem kräftigen Arm der Müllerstochter verab-reicht, sicherlich einen weniger handfesten Galan ous der Fassunggebracht haben würde.

Was fällt Euch ein, Herr Hasenfuß!" sprach sie.MüßtIhr Euren Posten bei dem englischen Ritter verlassen, um ruhigeLeute mit Euren ochsigcn Späßen zu plagen?"

Ihr seid wahrlich irre, Grctclchen," versetzte der Bauer,denn ich habe Edwarden noch nicht abgelöset, und wär' es nichteine Schande, ihn länger stehen zu lassen, so hätt' ich nicht übelLust, die nächsten zwei Stunden nicht hier vom Fleck zu gehn."

Ihr werdet noch manche Stunde finden, Gesellschaft zuleisten," sprach Gretel.Jetzt solltet Ihr billig an die Noth derHausleute denken und den armen Edward ein wenig schlafenlassen, denn der hat die ganze Nacht Schildwacht gestanden."

Erst noch einen Kuß," sagte Daniel aus dem Eulcnnrst.

Aber jetzt war Gretel auf der Hut und setzte, der Nähe desHolzstalles gedenkend, solchen Widerstand entgegen, daß der Schä-fer mit sehr unidyllischen Kraftwörtern die üble Laune der Nym-phe verfluchte und die Treppe hinauflief, um seinen Kameradenabzulösen. Gretel schlich sich zur Thür und hörte wie Danieleine kurze Unterredung mit Edward hatte und von diesem denPosten übernahm, und wie Edward sich entfernte.

Kloster, ui. 3