durch einen katholischen Engländer, einen Rebellen wider dieKönigin Elisabeth?
Auf der andern Seite einen, mit den Piercie's durch Ver-wandtschaft und durch pollitische Umtriebe verbundenen, englischenRitter, einen treuen Anhänger der katholischen Kirche, welcherim Stift Zuflucht gesucht hatte, an England oder, was fast aufdasselbe hinauslief, an die schottische Regierung auszuliefern, dünktedem Subprior ein unwürdiges Verfahren, welches den Fluch desHimmels verdiene und selbst mit großer zeitlicher Gefahr ver-knüpft sei. War auch die Regierung von Schottland jetzt fastgänzlich in den Händen der protestantischen Partei, so hing dochdie Königin dem katholischen Glauben an. Wer konnte wissen,ob sie unter den plötzlichen Wechseln, welche dieß unruhige Landbewegten, nicht die Gewalt in ihre Hände bekam und in Standgesetzt wurde, ihre Glaubensgenossen zu beschützen? Und dann —wenn der Hof und die Königin von England eifrig protestantischwaren, so enthielten dagegen die nördlichen Grafschaften, derenFreundschaft oder Feindschaft für das Stift von der größtenBedeutung war, eine Menge Katholiken, deren Häupter im Standeund höchstwahrscheinlich auch bereit sein würden, Rache zu nehmen,wenn Herr Piercie Shafton Etwas zu Leide geschähe.
Von welcher Seite also auch der pflichtmäßig um sein Klosterbesorgte Subprior die Sache betrachtete, überall sah er Schaden,Schande, feindlichen Einfall und Einziehung der Güter bevor-stehen. Er sah keinen andern Ausweg als, einem entschlossenenPiloten gleich, beim Steuerruder zu bleiben. Alles, was Vor-kommen möchte, zu beobachten, sein Mögliches zu thun, um jederKlippe und Untiefe auszuweichen, und das Uebrige dem Himmelund den Schutzheiligen zu überlassen.
Als er das Gemach verließ, rief ihm der Ritter, der ihnVorbeigehen hörte, zu, und bat ihn, seine Felleisen in die Speise-Kloster- in- 2