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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Wie er cS anfangen sollte, einen Zorn im Zaum zu haltenund zu besänftigen, welchen das allgemeine Beispiel unversöhnlichund todbringend machte, diese Frage hätte dem Pater schon ge-nug zu denken geben können. Dabei hatte re aber auch die Lage seinerKlostrrbrüderschaft zu erwägen, welche entehrt war, wenn sie dieTödtung eines Unterthanen ungerächt hingehen ließ. Konnte einesolche Vernachlässigung nicht den schwankenden Untergebenen einenBorwand zur Empörung bieten? Auf der andern Seite, welcherGefahr war die Brüderschaft nicht ausgesctzt, wenn sie ein Straf-verfahren einlcitcre gegen einen Engländer von Rang, verwandtmit dem Hause von Northumberland und mit andern großen nor-dischen Familien, welche die Mittel besaßen und welchen schwerlichdie Neigung fehlen konnte, für jede an ihrem Verwandten geübteGewalt Rache an den Stiftslanden zu nehmen. Er sah voraus,daß in dem einen wie in dem anderen Fall, mochte eine Empö-rung oder ein feindlicher Einfall statt finden, Gründe und BeweiseNichts helfen konnten. Er seufzte in seinem Inneren wenn erüberlegte, daß hier in allen möglichen Fällen immer nur dieWahl zwischen Schwierigkeiten bliebe. Als Mensch fühlte ersich empört durch den Gedanken, daß ein ausgemachter Fechterden in der Kunst der Waffen ungeübten Stiftsunterthancn er-schlagen hatte, als Klosterbruder stellte er sich lebhaft die Schmachvor, welche über seine Brüderschaft kommen müßte, wen» eineso schwere Verletzung ungeahndet hinginge. Und in welchem LichtMußte die, gegenwärtig am Hof von Schottland herrschende, Parteidie Sache betrachten? Diese Partei hing der Reformation an, wardurch gemeinsame» Glauben und durch gemeinsamen Vortheil mitder Königin Elisabeth verknüpft. Ihr gelüstete nach den Einkünftender Kirche. Welch herrlichen Vorwand, nach den Gütern des Stifteszu greifen) gewährte ihr nicht die straflose Tödtung eines Schotten