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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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als sein Nachfolger in all seine» Rechten" (hier sprühten seine Au-gen Feuer)und verpflichtet dieselben zu handhaben und zu behaup-ten, wie er gethan haben würde. Darum bin ich jetzt ein andererMensch, ein Mensch mit vermehrtem Muth, und mit vermehrtenRechten und Ansprüchen. Ehrwürdiger Pater, achtungsvoll, aberfest und offen erkläre ich, sein Blut, wenn es durch diesen Mann ver-gossen ist, soll gerächt werden,Halbert soll nicht vergessen in sei-nem einsamen Grabe schlummern, als ob mit ihm der Geist meinesVaters für immer dahin wäre. Sein Blut fließt in meinen Adern,und so lange das Blut Halbcrt's ohne Vergeltung vergossen bleibt,wird das meine mir keine Ruhe lassen. Meine Armuth und meingeringer Stand sollen dem hochadcligen Mörder nichts helfen;meine ruhige Gemüthsart und meine friedlichen Bestrebungen sollenihn nicht schützen. Selbst die Verbindlichkeiten, welche ich gegenEuch habe, sollen ihn nicht schützen. Ich erwarte in Geduld dasUrtheil von Abt und Kapitel für die Todtung eines Lehensmannesaus einer der ältesten Familien im Stift. Lassen sie dem Andenkenmeines Bruders Gerechtigkeit widerfahren, dann ist es gut. Aber,merket wohl, Vater, wenn sie unterlassen, mir diese Gerechtigkeitzu gewähren, dann wird man sehen, daß mein Herz und meineHand, obwohl ich dergleichen äußerste Mittel nicht liebe, fähigsind, einen solchen Fehler gut zu machen. Wer meines BrudersErbschaft in Anspruch nimmt, muß seinen Tod rächen."

Der Subprior sah mit Erstaunen, daß Edward bei all' sei-nem Mangel an Selbstvertrauen, bei seiner Demuth und bei sei-nem folgsamen Fleiße, dennoch in seinem Blut die wilden Grund-sätze seiner Vorfahren und seiner Umgebung trug. Kein Augefunkelte, sein Körper war in lebhafter Aufregung und seineRachelust gab seinen Bewegungen das Ansehen fröhlicher Unruhe.

Gott helfe uns," sprach Pater Eustachius.Elend undschwach, wie wir sind, wissen wir uns wider starke Versuchung