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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
Seite
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Ton:Edward, ich habe Euch von Kind auf gekannt. Ich habegethan, was in meinen Kräften stand, um Euch nützlich zu sein.Ich sage Nichts davon, was Ihr mir, als dem Statthalter Euresgeistlichen Oberen schuldig seid, Nichts von Eurer Pflicht alsLehensmann gegen den Subprior. Aber Pater Eustachius er-wartet von seinem Zögling, er erwartet von Edward Glendin-ning, daß derselbe durch keine Gewaltthat, so sehr er sic auchdurch den Anlaß gerechtfertigt glauben mag, die Achtung verletzt,so er der Gerechtigkeit schuldig ist oder die, welche von ihm zuverlangen sein Lehrer ein besonderes Recht hat."

Fürchtet Nichts, ehrwürdiger Vacer denn so darf ichEuch in hundert Beziehungen nennen" versetzte der Jüngling:fürchtet nicht, daß ich im Geringsten die Achtung verletze, welcheich der verehrungswürdigcn Brüderschaft schuldig bin, die uns solange beschirmt hat. Noch weit weniger will ich irgend Etwasthun, was mit der Ehrfurcht gegen Eure Person streitet. Aberdas Blut meines Bruders darf nicht vergebens um Rache schreien Ihr kennt unseren Gränzerglauben."

Die Rache ist mein, spricht der Herr, und ich will vcrgel--tcn," antwortete den Mönch.Der heidnische Brauch der Blut-rache in diesem Land, demzufolge jeder auf eigne Hand Vergeltungübt für den Tod seines Verwandten oder Freundes, hat unsereThäler mit dem Blut schottischer Männer überschwemmt, vergossendurch die Hände von Landsleuten und Stammgenossen. Es ließe.sich kein Ende finden, wollte man die unglückseligen Erfolge auf-zählen. Auf der Ostgränze sind die Home's in Fehde mit denSwinton's und Cockburn's. Auf unserer Mittclmark haben dieScott's und Kerr's in inneren Fehden fo viel Blut verspritzt, daßes hingereicht hätte, eine Fcldschlacht in England zu liefern, wo-fern dieselben ein zufälliges Zusammentreffen hätte vergeben undvergessen können, welches ihre Namen in Feindschaft wider einander