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Herrn Piercie Shaston begann das Blut zu Kopfe zu steigen.„Ich bin verwundert," sprach er, „Ew. Ehrwürden so reden zuhören. — Wie? Ihr wollt um des vermeintlichen Todes einesgemeinen, niedriggebornen, raufsüchtigen Lümmels willen es wagen,einen Eingriff zu thun in die Freiheit eines Verwandten deSHauses Piercie?"
„Herr Ritter," versetzte der Subprior ruhig. „Eure hoheAbkunft und Euer Zürnen wird Euch wenig helfen bei dieserSache. Ihr sollt nicht hiehcr kommen, Schutz zu suchen, undunser Blut vergießen, als wäre es Wasser."
„Ich sage Euch nochmals," erklärte der Ritter, „daß keinBlut vergossen worden ist mit Ausnahme des meinigen."
„Das steht noch zu beweisen," entgegnete der Subprior.„Wir vom Stift S. Marien zu Kennaquhair pflegen nicht Feen-mährchen als Ersatz für das Leben unserer Unterkhanen anzu-nehmen."
„Wir vom Hause Piercie," antwortete Shaston, „duldenweder Drohungen noch Zwang. Ich sage, morgen reise ich, ge-schehe was da wolle!"
„Und ich," versetzte Eustoch, „ich sage, ich hindere EureReise, komme, was da wolle!"
„Wer will Etwas dagegen haben, wenn ich mir mit GewaltBahn mache?"
„Ihr werdet Euch wohl bedenken," antwortete der Mönchmit Ruhe, ehe Ihr dergleichen versucht. Im Stift sind Männergenug, um dessen Rechte zu behaupten wider Die, so es wagen,dieselben zu verletzen."
„Mein Vetter von Nordhumbcrland wird diese Behandlungeines ihm so wcrthen nahen Verwandten zu rächen wissen,"sprach der Engländer.