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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Am heutigen Tage, als ich zu ihren Füßen kniete, um ihr Hülfezu leisten mit dieser scharfen Quintessenz des reinsten Spiritus,destillirt von den schönsten Händen des Hofes von Feliciana, stießsie mich von sich mit Blicken, welche nach Widerwillen schmeckten,ja ich glaube gar sie trat mit dem Fuß nach mir, als wollte siemich solchergestalt aus ihrer Gegenwart verstoßen. Diese Dinge,ehrwürdiger Vater, sind sonderbar, wundersam unnatürlich undkommen nicht im gewöhnlichen Lauf der Dinge vor, sondern weisenauf Zauberei und Behexung hin. Nachdem ich solchermaßen Ew.Ehrwürden einen vollständigen rinfachen und klaren Bericht vonallem dem gegeben, was ich in Betriff dieser Sache weiß, über-lasse ich es Eurer Weisheit, zu lösen, was in derselbigen lösbarerfunden werden mag, sintemal es mein Vorsatz ist, morgen mitder ersten Dämmerung gen Edinburgh aufzubrechen."

Ich bedaure, Eure Pläne durchkreuzen zu müssen, Herr Rit-ter," entgegncte der Mönch.Jener Vorsatz wird schwerlich inErfüllung gehen."

Wie, Ehrwürdiger Herr!" sprach der Ritter mit demAusdruck des höchsten Erstaunens.Wenn das, was Ihr ge-sagt habt, sich auf meine Abreise bezieht, so wisset, daß sie statt-finden muß, denn ich habe sie beschlossen."

Herr Ritter," erwiderte der Subprior;ich muß wieder-holen, es kann nicht sein, bis des Aktes Wille in dieser Sacheausgesprochen ist."

Ehrwürdiger Herr," sagte der Ritter, sich mit vielerWürde emporrichtend,ich lasse mich herzlich und dankbar demAbt empfehlen, aber in dieser Sache geht mich Sr. HochwürdenWille gar Nichts an, sintemal ich gedenke, lediglich den meinigenzu Rathe zu ziehen."

Verzeiht," entgegnete der Subprior,der Abt hat in dieserSache eine entscheidende Stimme."

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