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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Helten so wohlangesehen sei, daß kein Tänzer aus dem Audienz--zimmer in seinen seidenen Strümpfen, kein Turnicrer von derStechbahn mit seinen wehenden Federn ihm auf Bogenlänge nahezu kommen wagte vor dem Antlitz edler Frauen, dem Ziele, nachwelchem jedes edle jugendliche Gemüth seine Pfeile sendet. Dem-ungcachtet, ehrwürdiger Herr, was begegnet mir hier? Ich findein dieser Wildniß ein Wesen, welches seinem Blut und seiner Ge-burt nach Fräulein genannt werden kann, ich wünsche in der Kunst,den Frauen zu huldigen, nicht aus der Uebung zu kommen undzugleich meine Ergebenheit gegen das Geschlecht überhaupt an denTag zu legen, und schieße etliche Komplimentirpseile nach dieserMaria Avenel ab, nenne sie meine Verständigkeit, benebst anderenzierlichen und wohlausgedachten Höflichkeiten, welche mehr ausmeiner Güte Herflossen als durch ihr Verdienst gerechtfertigtwaren, oder etwa gleich dem kindischen Vogeljäqer, welcher, eheer sein Gewehr ruhen läßt, lieber nach Krähen und Elsternschießt in Ermangelung besseren Wildpretes"

Maria Avenel muß Euch sehr verbunden sein für diese Bemer-kung," unterbrach der Mönch; allein wozu sollen alle diese Ausführlich-keiten in Betreff vergangener und gegenwärtiger Galanterien führen ?

Zu dem Schluß," antwortete der Ritter,daß entweder diesemeine Verständigkeit oder aber ich selber nicht viel weniger als be-hext sind. Denn anstatt mein Herzutreten mit einer Verbeugung desWohlgefallens aufznnehmen, anstatt auf meinen Blick mit einemunterdrückten Lächeln zu antworten, anstatt mein Zurücktreten odermein Weggehen mit einem leichten Seufzer zu begleiten Ehren-bezeugungen, mit welchen, das versichere ich Euch, die vornehmstenTänzerinnen und die stolzesten Schönheiten des Hofes von Felicianameine geringen Dienste belohnt haben, anstatt Alles dessen hat siemir so geringe und so kalte Aufmerksamkeit geschenkt, als ob ich einklotzköpfiger Bauer aus diesen kahlen Bergen wäre! Was sage ich?