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Abt und dem Hochwürdigen Kapitel zu. Meine. Sache ist nur,solche Kunde einzuziehen, welche denselben eine richtige Einsichtin das Vorgefallene verschaffen kann."
„Dürfte ich wohl, Ehrwürdiger Pater, mir erlauben, nachdem Urheber und Zeugen dieses so grundloser Weise gegen micherhobenen Verdachtes zu fragen?"
„Das ist bald gesagt," antwortete der Subprior, „und ichbin weit entfernt, cs Euch zu verheimlichen, wenn es Euch beiEurer Verlheidigung dienlich sein kann. Dies Mädchen, MariaAvenel, halte befürchtet, Ihr möchtet unter einer freundlichenMiene Haß gegen, ihren Pflcgbrudcr bergen und sandte deshalbden alten Martin Tacket euch nach, um Unheil zu verhüten.Allein es scheint, eure bösen Leidenschaften waren schneller alsdie Vorsorge, denn als der alte Mann, geleitet durch eure Fuß-stapfen auf dem Thau, zur Stelle kam, fand er Nichts, als denblutigen Rasen und das frisch zugedeckte Grab, und nach langemvergeblichen Suchen in der Wildniß nach Euch und nach Halbert,kam er zurück und brachte ihr, die ihn gesandt, die Trauerbotschaft."
„Hat er mein Wams nicht gesehen?" fragte Herr Piercie.„Als ich wieder zu mir kam, fand ich mich in meinen Mantelgehüllt, aber ohne mein Unterkleid, wie Ew. Ehrwürden hiersehen können."
So sprechend, schlug er seinen Mantel auseinander, indemer mit der ihm eignen Unbedachtsamkeit vergaß, daß er Hierseinblutbeflecktes Hemd zeigte.
„Wie, Grausamer," rief der Mönch, als er die Bestätigungseines Argwohns sah, „Du willst Deine Schuld leugnen, währendDu an Deinem Leibe das Blut trägst, so Du vergossen hast? —Willst Du ferner noch in Abrede stellen, daß Deine verwegeneHand eine Mutter ihres Sohnes, unser Stift eines Lehenmannes,die Königin von Schottland eines Unterthanen beraubt hat?