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4 (1851) Das Kloster
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erheischte, noch sichtbarer. Bald kam sie zurück mit dem Papierund erhielt zum Lohn die kalten Worte;Ich danke Dir, Dirne,Du bist eine sorgsame Geheimschreiben»."

Dieß zweite Papier las er ebenfalls zu wiederholten Malendurch und richtete auch hier wieder beim Lesen von Zeit zuZeit einen beobachtenden Blick auf den Fremden. Diese Aus-forschung und immer wiederholte Ausforschung ertrug der Pre-diger, obwohl der Ort und der Mann gefährlich waren, mit derruhigen Miene, so unbewegt von dem Adler-oder viemehr Geier-blick des Freiherrn, wie von dem Anblick eines friedlichen Bauern.Endlich faltet Julian Avenel die beiden Papiere zusammen, stecktesie in die Tasche seines Mantels, heiterte seine Stirne auf undsprach, wieder vertretend, zu seiner Gefährtin:Katharine, ichhabe diesem guten Mann Unrecht gethan, als ich ihn für einerömische Drohne ansah. Er ist ein Prediger, Katharine, einPrediger der neuen Lehre der Herren von der Congregation."

Der Lehrer der heiligen Schrift," siel Warden ein, gerei-nigt von Menschcnsahungen."

Was Du sagst!" sprach Julian.Nun, nenne sie, wieDu willst, mir ist sie ganz willkommen, weil sie all diese alber-nen Träumereien von Heiligen und Engeln und Teufeln weg-schafft, und die Mönche abwirft, die uns so lange geritten undso blutig gespornt haben. Keine Messen und Leichengabenkeine Zehnten und Opfer mehr, die Leute arm zu machen,keine Gebete und Palmen mehr, Männer feig zu machen, keineTaufen, Bußen, Beichten und Heirathen mehr!"

Mit Erlaubniß," fiel Warden ein, gegen die Ausartungenist sie gerichtet und nicht gegen die Grundlehren der Kirche,deren Erneuerung wir wünschen, nicht deien Zerstörung."

Ich bitte, schwcich' still," sprach der Freiherr.Wir Laienkümmern uns nicht, was ihr aufrichtet, dafern ihr nur lustig nie«