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Ungeachtet der Neuheit seiner Lage und der damit verknüpfte»!peinlichen Gefühle fand Halbert seine Aufmerksamkeit gefesseltdurch das weibliche Wesen, welches unbeachtet am Kamin saß.Er sah, mit welcher regen und ängstlichen Sorgfalt sie auf dieabgebrochenen Worte Julian's achtete und wie sie verstohlene Blickeauf ihn richtete, bereit, sie abzuwenden, sobald sie vermuthcndurfte, daß er bemerkte, er werde beobachtet.
Der Freiherr fuhr fort, mit seinem gefiederten Liebling zutändeln, indem er ihm einen Bissen bald hingab, bald zurückzogund so abwechselnd seine Freßlust bald reizte bald befriedigte.„Was? immer noch mehr? Du schlechter Geier! Du wirst garnicht fertig. Gibt man Dir Etwas, so willst Du Alles haben. Ah,putze Deine Federn und mache Dich schön — das wird einmal waswerden. — Meinst Du, ich kenne Dich nicht? Meinst Du, ich wüßtenicht, daß all Dein Sträuben und Schmücken von Flügeln undFedern nicht für Deinen Herrn ist, sondern um z» sehen, was Dumit ihm mache» kannst, Du gieriger Stoßvogcl? Nun — da — dahast Du's und sei lustig — wenn man Dir ein Weniges gibt, kommtman weit mit Dir, wie mit allen Weibsen — so muß man's machen."
Er ließ ab auf den Vogel zu sehen, und setzte seine Gängedurch den Saal wieder fort. Dann nahm er wieder ein StückchenFleisch von dein Brett, auf welchem es geschnitten für ihn dalag, und fing wieder an den Vogel zu locken und zu necken, indemer es ihm darbot und wieder zurückzog, bis er seine Wildheitreizte. „Was? Zerren, flattern, nach mir hacken und krallen?So ho! So ho! Willst steigen? Willst fliegen? Die Fesseln sindum Deine Klauen, — Narr — kannst Dich weder regen, nochschweben, außer wenn ich will. — Nimm Dich in Acht, daßDu kommst, wenn ich Dich locke, schlechtes Mensch, sonst reiß'ich Dir nächstens den Kopf ab. — Da hast's, laß Dir's gutthun. — He da Hensel!" Einer der Knechte trat vor. „Da,