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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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Mein Sohn," unterbrach ihn der Greis,der Sünder, fürdessen Erlösung zu arbeiten ich Dich bitte, ist nicht der Todte, son-dern der Lebendige. Nicht für die Seele Deines Feindes wollteich Dich ermahnen zu beten sie hat schon ihr Endurtheil voneinem eben so barmherzigen als gerechten Richter; auch würdees dem abgeschiedenen Geiste nichts helfen, wenn Du diesen Felsenin Ducatcn ausmünzcn und für jeden eine Messe kaufen könntest.Wohin der Baum gefallen ist, da bleibt er liegen. Aber dasjunge Stämmchen, welches noch Lebens-Kraft und Saft in sichhat, das kann dahin gebogen werden, wohin es sich neigen sollte."

Du bist ein Priester, Vater?" fragte der Jüngling;oderin welchem Auftrag sprichst Du von so hohen Dingen?"

Im Auftrag meines allmächtigen Meisters," antworteteder Wanderer," unter dessen Banner ich als Kriegsknecht einge-reiht bin."

Halbert's Bekanntschaft mit religiösen Gegenständen war nichttiefer, als wie sie aus dem Katechismus des Erzbischofs vonSanct Andrew's geschöpft werden konnte und aus einer Flug-schrift, betitelt: der Zweipfennig Glaube, welche beide Werkleinvon den Mönchen zu S. Marien eifrig verbreitet und anempfoh-len wurden. Indessen, ein so gleichgültiger und oberflächlicherTheolog er auch war, fing er doch an zu argwohnen, daß er sich inder Gesellschaft eines der Evangelischen oder Ketzer befinde, welchedamals das alte Glaubenssystcm in seinen tiefsten Grundlagen er-schütterten. Erzogen, wie man leicht denken kann, in einem hei-ligen Abscheu gegen diese furchtbaren Sectirer, empfand Halbertzuerst die Regungen eines gehorsamen und ergebenen Stiftsuntcr-thanen.Alter Mann," sagte er,wärest Du im Stande, mitDeiner Hand die Worte zu behaupten, die Deine Zunge gegen un-sere heilige Mutter Kirche gesprochen hat, dann würden wir auf