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4 (1851) Das Kloster
Entstehung
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zu sehen: der Rasen war vielfach von Blut geröthet, da, woder Ritter gelegen halte. Auch sein Wams lag noch auf der-selben Stelle, wo er es hingelegt hatte. Dagegen war sein Mantelebensowohl wie lein Körper verschwunden.

Während Halbert voll Staunen und Schrecken umhcrblickte,sielen seine Augen auf das Grab, welches vor Kurzem ein Lpferanzugähnen geschienen hatte. Es war nicht mehr offen, sondernschien den erwarteten Besitzer ausgenommen zu hoben. Es erhobsich über ihm ein kleiner Hügel, sorgfältig mit den Rasenstückenbedeckt wie von der Hand eines geschickten Todtengräbers. Halbertstand wie versteinert da. Der Gedanke drang sich ihm auf, daßder Eedhügel vor ihm Dasjenige bedeckte, was noch vor Kurzemein lebendes, sich bewegendes und empfindendes Mitgcschöpf ge-wesen war, welches, in Folge einer unbedeutenden Reizung seineverbrecherische Hand dem Erdenklos des Thales gleichgemachthatte und so kalt und gefühllos, wie der Rasen, welcher es deckte.Die Hand, welche das Grab ausgestochen, hatte ihr Werk voll-endet. Wessen Hand anders konnte cs sein, als die des geheim-nitzvvllen Wesens, welches seine Unbesonnenheit angcrufen undwelchem er »erstattet hatte, in sein Schicksal einzugrcisen?

Während er so dastand mit verschlungenen Händen undemporgerichteten Augen, bitterlich seine Uebereilung bereuend,ward er aus seinem Rachsinnen aufgeweckt durch die Stimmedes Fremden, dessen Argwohn von Neuem erweckt worden wardadurch, daß er den Schauplatz ganz anders fand, als Halbertihn hatte erwarten lassen.Junger Mann," sagte er,hastDu auf Deine Zunge den Köder der Tücke gelegt, um vielleichtnur ein paar Lage von dem Leben eines Greises zu rauben, dendie Natur bald Heimrufen würde, ohne daß Du die Schuld aufDich lüdest, seine Fahrt zu beschleunigen?"