angenommene phantastische Ziererei in den Hintergrund gedrängt.Die Offenbarung vsn Seelenstärke ist stets achtunggebietend;darum war Herr Piercie seinem jugendlichen Gegner nie vorhernur halb so ehrenwerth und schätzbar erschienen, als in diesemkurzen Zwiegespräch, welches zu einer Herausforderung führte.Während er ihm nach dem Thurm folgte, konnte er sich nichtdes Gedankens erwehren, daß er ihm sein Benehmen nicht soübel genommen haben würde, wenn es immer so gewesen wäre,wie bei dieser Gelegenheit. Allein cs waren nun einmal vonbeiden Seiten Beleioigungen vorgcfallen, welche keine Entschul-digung zuließen und nur mit Blut gesühnt werde» konnten.
Die Hausgenoffenschaft versammelte sich zur Abendmahlzeitund Herr Piercie erstreckte die Aeußerungcn seiner Freundlichkeitund die Anmut!) seiner Unterhaltung auf einen größeren Kreis,als er früher sich herabgelassen hatte. Der größte Theil seinerAufmerksamkeit blieb noch immer seiner göttlichen und unnach-ahmlichen Verständigkeit gewidmet, wie er Marien von Aoenel zunennen beliebte; indessen ließ er doch auch dann und wann demMüllcrmädchen und der Dame einige Artigkeiten zukommcn, indemer erstere hübsche Jungfer, letztere würdige Matrone betitelte.Ja er ging noch weiter. Bedenkend, daß es dem Zauber seinerRedekunst vielleicht nicht gelingen dürfte, Bewunderungen zu er-wecken, fügte er edelmüthig und unaufgefordert den seiner Stimmehinzu, und bewirlhete, nachdem er bitterlich die Abwesenheit seinerGambe beklagt, die Gesellschaft mir einem Gesang, „welchen"sagte er, „der unnachahmliche Astrophcl, den die SterblichenPhilipp Sidney nennen, zur Zeit der Unmündigkeit seiner Musegedichtet hat, um zu zeigen, was die Welt von seinen reiferenJahren erwarten dürfe, und welcher eines Tags an's Licht tretenwird in der unvergleichlichen Vollendung menschlichen Witzes, gewid-met seiner Schwester Parthenope, welche die Menschen Gräfin von