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„Deine Keckheit." erwiderte Halber! grimmig, „geht zu weit,als daß man ihr nicht Zaum und Zügel anlegen müßte. Du bist,so viel ich sehe, als Flüchtling in meines Vaters Haus gekommenund Dein erster Gruß an seine Bewohner ist Hohn und Beleidigunggewesen. Auf welche Weise ich in Sland gesetzt worden bin, Dirden Hohn zurückzugcben, das mag Dir Dein Gewissen sagen.Genug für mich, daß ich das Recht eines freien Schotten behaupte,keinen Hohn unerwidert, keine Beleidigung unvergoltcn zu lassen."
„Wohlan denn,' sprach Herr Picrcie Shafkon, „wir wollendiese Sache morgen früh mit dem Schwert ausmachen. Die Zeitsei Tagesanbruch, den Platz bestimme Du. — Wir wollen aus-gehen, als um ein Stück Wildpret zu erlegen."
„Zufrieden," versetzte Halber!. „Ich will Dich an einenOrt führen, wo hundert Mann fechten und fallen könnten, ohnegestört zu werden."
„Gut," sprach der Ritter. „Hiermit trennen wir uns.Mancher wird sagen, daß ich, indem ich das Reckt eines Edel-mannes dem Sohn eines schollenbrechenden Bauern zugestehe,meiner hohen Stelle Eintrag thue, gleichwie die liebe Sonnesich erniedrigen würde, wollte sie ihre Strahlen sich messen lassenmit dem Schimmer eines blassen, flackernden, erlöschenden Talg-lichtes. Aber keine Standcerücksicht soll mich abhalten, dieSchmach zu räche», so Du mir angethan. Bemerke wohl, HerrVilluAio, wir tragen ein freundliches Gesicht zur Schau vor denBewohnern jenes Häuschens, und morgen bringen wir die Sachemit dem Schwert in's Reine." So sprechend, wandte er sichum und ging nach dem Thurm zurück.
Man wird bemerkt haben, daß der Ritter nur in seinerSchlußrede einige der Blumen anbrachte, welche seiner gewöhn-lichen Weise zu sprechen eigen waren. Offenbar hakte das ver-wundete Ehrgefühl und der lebhafte Wunsch nach Rache seineKloster, ii. 8